Beethovens Kaisergrenzen

3. Symphoniekonzert

Beethovens Kaisergrenzen

So, 15.11.2020 19:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

Das große Abonnement

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

Tickets

Beethoven Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II. WoO 87

Beethoven Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

.

Ion Marin Dirigent

EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ

Joshard Daus Chorleitung

.

In einer zeitgenössischen Kritik schrieb einst ein Autor der Allgemeinen musikalischen Zeitung über Beethovens »Tanz-Symphonie«, seiner Symphonie Nr. 7 in A-Dur: »Sie beginnt mit einer Introduktion, in welcher sich sogleich der kühne Adlerflug des ideenreichen Tonsetzers, des gewandten Kontrapunktisten und des geistreichen Harmonikers unverkennbar ausspricht!«. Im rhythmisch unsagbar vorantreibenden Scherzo walte »Beethovens neckender, humoristischer Geist« und im feucht-fröhlich triumphierenden Finale »wildes, schwelgendes Leben«.

Einer der populärsten und schmissigsten Symphonien aller Zeiten wird ein fast völlig unbekanntes Frühwerk Beethovens gegenübergestellt. War Beethoven bei Schaffung seiner Siebten 1812 bereits 42 Jahre alt, so entstand die Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II. schon 1789: im Jahr der Französischen Revolution. Beethoven vertonte damals einen Text des erst 21-jährigen aufgeklärten katholischen Geistlichen Severin Anton Averdonk (1768–1817). Im Zusammenklang beklagen Beethoven und Averdonk den Tod von Joseph II., dem Habsburg-Lothringischen Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, der sich leidenschaftlich für die Ideale der Aufklärung und gegen religiösen Fundamentalismus eingesetzt hatte. Mit größtem Beethovenschen Ernst beginnt das Werk: In c-Moll, der Schicksalstonart des Komponisten. Eine C-Oktave aus der Tiefe allen Seins wird von einem weiter oben gelagerten Akkord kontrastiert. Hier ist bereits das Ouvertüren- und Symphonien-Drama des späteren Komponisten in c-Moll präsent! Ein Werk, das zum Verständnis des späteren Meisters höchst erhellende Hör-Einsichten bietet.
.

Gehen Sie vorbereitet in dieses Konzert! Olaf Dittmann und ein Orchestermitglied führen in der 30-minütigen Einführung mit Hilfe von Musikbeispielen in das Programm ein und berichten von der Probenarbeit. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei! – 18.00 Uhr Studio E (Bühneneingang). Einlass zur Einführung im Studio E aus Sicherheitsgründen nur solange Sitzplätze verfügbar sind.

Partner:

Hubertus Wald Stiftung

Das könnte Sie auch interessieren

Grenzen utopischer Freiheit – Frei entgrenzte Utopie

2. Morgen Musik

Grenzen utopischer Freiheit – Frei entgrenzte Utopie

Laeiszhalle Hamburg

Sylvain Cambreling, Marie Seidler, Christoph Poh, Hans Löw

Werke von Beethoven, Mahler und Rihm

So, 22.11.2020 11:00 Uhr
Unendlich romantisches Reisen

4. Symphoniekonzert

Unendlich romantisches Reisen

Laeiszhalle Hamburg

Sylvain Cambreling, Lucas Debargue

Werke von Saint-Saëns und Bruckner

So, 06.12.2020 19:00 Uhr
Grenzübergänge

4. Kammerkonzert

Grenzübergänge

Laeiszhalle Hamburg

Paweł Kisza, Ayumu Sasaki, Hsiang-Hsiang Tsai, Theresia Rosendorfer

Werke von Mozart und Borodin

Do, 10.12.2020 19:30 Uhr