Bürgergrenzen

4. VielHarmonie-Konzert

Bürgergrenzen

Do, 22.04.2021 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Beethoven Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

R. Strauss Orchestersuite »Der Bürger als Edelmann« op. 60 (Einrichtung von Hans-Jürgen Schatz)

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Ion Marin Dirigent

Hans-Jürgen Schatz Sprecher

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Mit einem „Geniestreich“ läutete Ludwig van Beethoven das musikalische 19. Jahrhundert ein: Seine erste Symphonie lässt die Zuhörer mit ihrer langsamen Einleitung bezüglich der Tonart zunächst im Dunklen, bevor umso heller das strahlende, energievolle Hauptthema einsetzt. Das lyrische, aber immer leicht tänzelnde Andante des zweiten Satzes steht im Gegensatz zum sprudelnd vorpreschenden Menuetto des dritten Satzes, das eigentlich ein äußerst munteres Scherzo ist. Im glänzenden Finalsatz haben Kritiker ein Bekenntnis zur Aufklärung und eine Lebensbejahung Beethovens gelesen: Auch hier benutzt der Komponist die spannungsgeladene Einleitung als retardierendes, vorbereitendes Moment, bevor das heitere Finalthema einsetzt. Der große Erfolg der Uraufführung etablierte Beethoven endgültig als Komponist ersten Ranges und setzte einen Meilenstein in der Königsdisziplin der Symphonie, dem bekanntlich noch acht weitere folgten.

Die Entstehungsgeschichte von Richard Strauss‘ Orchestersuite des „Bürgers als Edelmann“ ist reichlich ungewöhnlich. So war sie ursprünglich als Bühnenmusik für die gleichnamige Komödie konzipiert worden, die auf den barocken französischen Dramatiker Molière zurückgeht, und war noch dazu als Auftakt zur Oper „Ariadne auf Naxos“ gedacht. Das war dem zeitgenössischen Publikum jedoch zu viel. Später erfolgte die Trennung und Umarbeitung zur Orchestersuite. Strauss‘ meisterhafter Umgang mit barocker höfischer Musik im Kontrast zur „bürgerlichen“ Romantik entsprang der Idee des Gegensatzes zwischen Bürgertum und Adel: Der Komponist machte daraus kurzerhand ein „Stück von der nüchternsten Prosa angefangen bis zu den höchsten Höhen der Musik – a bissel a literarische Idee.“ Die virtuosen Solopartien und die gekonnten Reminiszenzen an die Musik des Barock waren für ihn nur Ausdruck dieser Idee und laden zu einer faszinierenden Reise ein, durch die Hans-Jürgen Schatz als Sprecher geleitet. Ebenso wie Dirigent Ion Marin ist er ein seit Jahren vom Symphoniker-Publikum begeistert empfangener Gast. 
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Gehen Sie vorbereitet in dieses Konzert! Olaf Dittmann und ein Orchestermitglied führen in der 30-minütigen Einführung mit Hilfe von Musikbeispielen in das Programm ein und berichten von der Probenarbeit. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei! – 18.30 Uhr Studio E (Bühneneingang). Einlass zur Einführung im Studio E aus Sicherheitsgründen nur solange Sitzplätze verfügbar sind.

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