Fensterband: Beethoven, Mahler, Brahms

4. Kammerkonzert

Fensterband: Beethoven, Mahler, Brahms

So, 09.02.2020 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

Das Kammerkonzert-Abonnement

»Kunst ist das Fenster, durch das der Mensch seine höhere Fähigkeit erkennt.« (Giovanni Segantini)

Lesen Sie den Text »Ewige Einblicke und andere Aussichten« zu unserer Saison 19/20 von Alexander Meier-Dörzenbach.

 Verkaufsstart  Abos ab 12. April (11 Uhr), Einzelkarten ab 20. Juni (18 Uhr)

Ludwig van Beethoven Klavierquartett Es-Dur op. 16

Gustav Mahler Klavierquartettsatz a-Moll

Johannes Brahms Klavierquartett Nr. 1 g-Moll op. 25


Satoko Koike Violine

N. N. Bratsche

Eugene Lifschitz Violoncello

Eri Mantani Klavier

Die Gattung des Klavierquartetts steht zu Unrecht im Schatten derjenigen des Klaviertrios oder des Streichquartetts. Ludwig van Beethovens frühes Klavierquartett in Es-Dur etwa verbeugt sich zwar deutlich hörbar vor dem Vorbild Mozarts, reicht jedoch in Bezug auf die Virtuosität des Klavierparts, der Anlage sowie Gegenübersetzung von Instrumentengruppen und Motivik über den Vorgänger hinaus. Die 1797 erfolgte Uraufführung, ursprünglich als Quintett mit vier Blasinstrumenten, machte den jungen Klaviervirtuosen in Wiener Kreisen bekannt und ließ eine beispiellose Karriere folgen. 

Ganz ähnlich tat es ihm 65 Jahre später Johannes Brahms nach, der sein erstes Klavierquartett in g-Moll ebenfalls in Wien zur Uraufführung brachte und sich damit einen Namen als Komponist und Pianist machen konnte. Die latent vorhandene Melancholie des viersätzigen Werks entlädt sich im finalen Rondo in „zigeunerhaften“ Motiven, die furios und feurig zum Schluss führen. Ganz anders endet der einzig erhaltene Kopfsatz von Gustav Mahlers Klavierquartett in a-Moll, das der Jugendliche zwischen 1876 und 1878 während der Studienzeit komponierte. Bereits in diesem Frühwerk sind die Neigung zur exzessiven Steigerung und Negierung von Formklammern deutlich zu spüren.