Fensterbank: Brahms und Dvořák
Foto: J. Konrad Schmidt

7. Kammerkonzert

Fensterbank: Brahms und Dvořák

So, 17.05.2020 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

Das Kammerkonzert-Abonnement

»Kunst ist das Fenster, durch das der Mensch seine höhere Fähigkeit erkennt.« (Giovanni Segantini)

Lesen Sie den Text »Ewige Einblicke und andere Aussichten« zu unserer Saison 19/20 von Alexander Meier-Dörzenbach.

 Verkaufsstart  Abos ab 12. April (11 Uhr), Einzelkarten ab 20. Juni (18 Uhr)

Johannes Brahms Klarinettenquintett h-Moll op. 115

Antonín Dvořák Klavierquintett Nr. 2 A-Dur op. 81


Pawel Kisza Violine

Rumyana Yankova Violine

Daniela Frank-Muntean Bratsche

Mariusz Wysocki Violoncello

Mariya Yankova Klavier

Frederik Virsik Klarinette

Ein wehmütiger Hauch des Fin de siècle liegt über Johannes Brahms‘ 1891 uraufgeführtem Klarinettenquintett in h-Moll, das der gebürtige Hamburger dem Klarinettenvirtuosen Richard Mühlfeld widmete. Die Wellenfiguren und dramatischen Steigerungen des Kopfsatzes kehren im Finalsatz zurück und schließen so einen traurig-schönen Kreis voller tiefer Bedeutung. Der ländliche Volksliedcharakter des Andantinos findet sich – wenn auch in anderer Ausprägung – in dem vier Jahre zuvor entstandenen zweiten Klavierquintett von Antonín Dvořák wieder, der reiche slawische und tschechische Rhythmen und Melodien in sein Werk einfließen ließ. Besonders die Mittelsätze dieses Klavierquintetts sprudeln vor zwar manchmal leicht melancholischer, aber kraftvoller Folklore über. Anders als bei Brahms misst sich der Finalsatz bei Dvořák nicht mit dem ersten Satz, sondern erklingt schwungvoll und erinnert an eine Polka. Zwei meisterhafte kammermusikalische Werke derselben Epoche, die das Ende des 19. Jahrhunderts auf unterschiedliche Weise – aber doch mit hörbaren Parallelen – interpretieren.