Gewitterdonner und Blitzschlag

2. VielHarmonie-Konzert

Gewitterdonner und Blitzschlag

Do, 04.11.2021 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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»Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling.« Lesen Sie den Text »Irisierende Farbwellen und weiße Stille« zu unserer Saison 21/22 von Alexander Meier-Dörzenbach.

Beethoven Bühnenmusik zu Goethes »Egmont« op. 84

Mahler Drei Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn« für Bariton, Mezzosopran und Orchester

Rihm Ernster Gesang mit Lied für Bariton und Orchester

Sylvain Cambreling Dirigent

Marie Seidler Mezzosopran

Michael Nagy Bariton

Felix Knopp Sprecher

Wer Freiheit sucht, entwickelt Kräfte, die einem ausgewachsenen Unwetter gleichen: Gewitterdonner und Blitzschlag. Ludwig van Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont entstand 1810 und schildert die Freiheitssuche des Titelhelden, der letztlich an den inneren und äußeren Widersprüchen scheitert. Und viele Freiheiten nahm sich auch Gustav Mahler beim Vertonen einiger Nummern aus der Volkslieder-Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“. Bei manchen Liedern verschmolz Mahler mehrere – teilweise sehr gegensätzliche – Texte.

Dieses sprach- und stimmgewaltige Konzert – unter der Leitung von Symphoniker-Chefdirigent Sylvain Cambreling sowie mit Marie Seidler, Michael Nagy und Felix Knopp – endet mit einem Werk des freiheitsliebenden Wolfgang Rihm, stets zwischen den Stilen wankend und zwischen Dissonanz und Wohlklang schwankend: Sein „Ernster Gesang mit Lied“ wurde 1998 von den Symphonikern Hamburg uraufgeführt.

 Einführungsveranstaltung  Olaf Dittmann führt 45 Minuten vor diesem Konzert in das Programm ein. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei! Die Einführungsveranstaltung findet im Großen Saal der Laeiszhalle statt und dauert 20 bis 25 Minuten. Bitte betreten Sie die Halle durch den Haupteingang und nehmen Sie rechtzeitig Ihre für das Konzert gebuchten Plätze ein.

Und wenn die Menschen nicht sprechen gelernt hätten, so würden sie sich ebenso wissen, würden den moralischen Egoismus weder als Prinzip, noch als Tadel kennen. Wie tausend Zuschauer über den gleichen Regenbogen zu sprechen glauben, weil sie sprechen, jeder von ihnen aber seinen anderen Regenbogen mit seinen Augen sieht und schafft, eigentlich mit jedem seiner beiden Augen einen anderen Regenbogen, die sich vertragen lernen müssen.

Fritz Mauthner: »Wörterbuch der Philosophie« (1910)

Hubertus Wald Stiftung