Grenzenlos durch Raum und Zeit

2. Kammerkonzert

Grenzenlos durch Raum und Zeit

Do, 22.10.2020 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

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»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Werke von Georg Philipp Telemann, Jacques Ibert, Manuel de Falla, Henry Dixon Cowell, Thea Musgrave, Astor Piazzolla Isang Yun und Ravi Shankar

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Wiebke Bohnsack Flöte

Christian Specht Oboe

Eugene Lifschitz Violoncello

Mariam Fathy  Harfe

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An diesem Konzertabend werden gleich mehrere Grenzen überwunden. Vom Altmeister Georg Philipp Telemann und der höfisch geprägten Musik des 18. Jahrhunderts wird ein Bogen bis in die heutige Zeit gespannt: Als jüngste Vertreterin der schillernden Reihe spannender Komponisten des 20. Jahrhunderts ist Thea Musgrave zu nennen, die einmal bekannte: „Ja, ich bin eine Frau, und ich bin auch Komponistin. Aber selten beides gleichzeitig.“ Ihre kompositorischen Beiträge zur Oboen-Literatur sind von unschätzbarem Wert, ihre Musiksprache aufregend und verbindend. Wie ihr Komponistenkollege Henry Dixon Cowell überwand sie still die Grenzen ganzer Kontinente, ohne viel Aufhebens darum zu machen.

Der Pariser Komponist Jacques Ibert liegt mit seiner faszinierenden Tonsprache irgendwo zwischen der Expressivität des 20. Jahrhunderts und der feinsinnigen Tradition der Impressionisten Claude Debussy und Maurice Ravel. Ebenfalls von diesen beeinflusst war Manuel de Falla, der außerdem spanische Volksmusiken zu seinem einzigartig ausdrucksstarken, vom heimatlichen Kolorit geprägten Stil hinzufügte.

Dieses Kolorit ist auch bei Astor Piazzolla unverkennbar vorhanden, der in seiner argentinischen Heimat bis heute „der großer Astor“ genannt wird. Sein Tango Nuevo entwickelte den traditionellen argentinischen Tanzstil entscheidend weiter und hob ihn auf die Konzertbühne, ohne seine Leidenschaft, Poesie und Erotik zu verlieren.

Ravi Shankars unverkennbares Sitar-Spiel hat die traditionelle indische Musik in der westlichen Welt bekannt gemacht. Die Grenzen zwischen der Improvisation traditioneller Ragas und eigener Kompositionen waren bei ihm fließend: „Meine Musik ist wie ein Gebet“, bekannte er selbst. Als bedeutender Vermittler zwischen Ost und West trat auch der deutsch-koreanische Komponist Isang Yun in Erscheinung, dessen Schaffen im Zeichen der Auseinandersetzung mit koreanischer Musiktradition vor dem Hintergrund der Neuen Musik stand.

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