Grenzgänger

7. Symphoniekonzert

Grenzgänger

So, 21.03.2021 19:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

Das große Abonnement

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Debussy Petite Suite (Bearbeitung für Orchester: Henri Büsser)

Sibelius Violinkonzert d-Moll op. 47

Strawinsky Petruschka – Burleske in vier Szenen (1911)

Charles Dutoit Dirigent

Guy Braunstein Violine

Eine Pultlegende als Dirigent. (Welche Bezeichnung wäre sonst für Charles Dutoit angemessen?) Und ein perfekter Start ins Konzert: Claude Debussys kleine Suite entstand zunächst in der Version für vier Hände und ließ sich so in vielen gutbürgerlichen Stuben zu Gehör bringen – erstmals 1889 unter Mitwirkung des Komponisten selbst. Keine Frage: Das Werk weiß zu unterhalten, das heiter Tänzerische steht im Vordergrund. 

In Jean Sibelius‘ Violinkonzert spielt Guy Braunstein, der seit Langem den Symphonikern eng verbundene ehemalige Berliner-Philharmoniker-Konzertmeister, den Solopart. Keinem skandinavischen Komponisten sind Klischee-Zuschreibungen wohl mehr zum Verhängnis geworden als dem Finnen Sibelius. Erstens schuf er mit der „Finlandia“ die inoffizielle Hymne seines Heimatlandes. Zweitens ging er im Laufe des 20. Jahrhunderts seine eigenen, also nicht immer modernen Wege. Und drittens zog er sich schon bald in sein einsames Landhaus zurück. Fortan war er also der „grüblerische Finne“. Doch in seinem in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen Violinkonzert hören wir: Sibelius war trotz seiner abgeschiedenen Lebensweise ein europäischer Komponist mit immenser Bedeutung für die Musikgeschichte. Wer bei ihm nur Weite, Wälder und Wehmut hören will, tut ihm Unrecht.

Den Abend beschließt ein um einige Jahre jüngerer Zeitgenosse Debussys und Sibelius‘. Nach dem triumphalen Erfolg des Balletts „Der Feuervogel“ 1910 wurde Igor Strawinsky mit einem Schlag weltberühmt. Die glückliche Zusammenarbeit mit Sergej Diaghilew, dem einflussreichen Impresario der „Ballets russes“, sollte mit „Petruschka“ ein Jahr später fortgesetzt werden. Und die treffendste Beschreibung lieferte Strawinsky selbst: „Bei dieser Arbeit hatte ich die hartnäckige Vorstellung einer Gliederpuppe, die plötzlich lebendig wird und durch das teuflische Arpeggio ihrer Sprünge die Geduld des Orchesters so sehr erschöpft, dass es sie mit Fanfaren bedroht. Daraus ergibt sich ein tosender Wirrwarr, der mit dem scherzvoll-kläglichen Zusammenbruch des armen Hampelmanns endet.“ 

Gehen Sie vorbereitet in dieses Konzert! Olaf Dittmann und ein Orchestermitglied führen in der 30-minütigen Einführung mit Hilfe von Musikbeispielen in das Programm ein und berichten von der Probenarbeit. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei! – 18.00 Uhr Studio E (Bühneneingang). Einlass zur Einführung im Studio E aus Sicherheitsgründen nur solange Sitzplätze verfügbar sind.

Hubertus Wald Stiftung

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