Grenzgebiete

6. Kammerkonzert

Grenzgebiete

So, 02.05.2021 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

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»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Brücher Neues Werk (Uraufführung)

Mozart Klarinettenquintett A-Dur KV 581 »Stadler-Quintett«

Rautavaara »Les cieux inconnues« für Streichquintett

Fabian Ludwig Klarinette

Adrian Iliescu Violine

Satoko Koike Violine

Daniela Frank-Muntean Bratsche

Eugene Lifschitz Violoncello

Nikolai Brücher ist Komponist und zugleich Notenbibliothekar der Symphoniker Hamburg. Als solcher ist er in der sehr günstigen Position, nicht nur täglich einem Orchester erster Güte bei der Arbeit zuschauen zu dürfen, sondern auch auf einen riesigen Fundus an musikalischen Werken zurückgreifen zu können. Perfekte Bedingungen für vielfältige Inspirationen also. Einige seiner Kompositionen wurden bereits in Symphoniker-Konzerten gespielt. Brüchers neues Werk wird nun mit Quintetten von Mozart und dem finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara kombiniert. 

Wolfgang Amadeus Mozart hatte eine ausgeprägte Leidenschaft für die Klarinette, wie unter anderem sein 1789 vollendetes Klarinettenquintett beweist. Schon der erste Satz bezaubert durch seinen „unerhörten Reiz von Mozarts Melodie und seine Grazie“, wie schon Richard Strauss feststellte. Diese schwer fassbare, schier überirdische Schönheit zieht sich durch das ganze viersätzige Werk. Mozarts Freund Anton Stadler, Klarinettist und zudem Widmungsträger des Quintetts, konnte sich über solch eine Freundesgabe glücklich schätzen und wird dem Komponisten deshalb seinen Spitznamen „Ribiselgesicht“ – wohl wegen seiner Gesichtsfärbung beim Spielen der Klarinette – sicherlich verziehen haben.

Rautavaaras erstes Streichquintett „Les cieux inconnues“, vollendet 1997, hat einen geheimnisvollen, ja versöhnlichen Grundton. Der erste und der dritte Satz des viersätzigen Quintetts sind von einem Leitthema durchsetzt, das sich mystisch erhebt und wieder senkt. Die tiefe Spiritualität kommt vor allem im innigen zweiten Satz zum Ausdruck, während der Finalsatz nicht nur das Leitthema verarbeitet, sondern sich in eine rauschhafte Traumpassage hineinsteigert, die schließlich versöhnlich und friedlich ausklingt. Zurecht gilt Rautavaara als einer der bedeutendsten finnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

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