Grenzübergänge

4. Kammerkonzert

Grenzübergänge

Do, 10.12.2020 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

Das Kammerkonzert-Abonnement

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Mozart Streichquartett d-Moll KV 417b

Borodin Streichquartett Nr. 2 D-Dur

Paweł Kisza Violine

Ayumu Sasaki Violine

Hsiang-Hsiang Tsai Viola

Theresia Rosendorfer Violoncello

Keinem geringeren als „seinem lieben Freund Joseph Haydn“ hat Wolfgang Amadeus Mozart sein Streichquartett Nr. 15 in d-Moll gewidmet. Voller kompositorischer Einfälle und Verbeugungen vor dem sehr verehrten Komponistenkollegen, durchzieht das einzige der sechs „Haydn-Quartette“ in Moll stehende ein dunkler, fast düsterer Ton, nur unterbrochen vom unwiderstehlichen Liebreiz des Andantes. Auch verarbeitete Mozart etwa im dritten Satz, dessen Menuetto einen barocken Lamentobass aufweist, seine eigenen Barock-Studien zu Carl Philipp Emanuel Bach. Der Beiname „Geburtswehenquartett“ kommt nicht von Ungefähr, meint man doch das Wehklagen der zum Entstehungszeitpunkt hochschwangeren Gattin Constanze an verschiedenen Stellen herauszuhören.

Alexander Borodin hatte verschiedene Hochbegabungen, so war er hauptberuflich Professor für experimentelle und organische Chemie in St. Petersburg. Nebenbei schrieb er so großartige Werke wie das seiner Frau gewidmete zweite Streichquartett in D-Dur, das im Geist der Neurussischen Schule auf das charakteristische – und deshalb so einprägsame – russische Kolorit setzte. Das berühmte Notturno des dritten Satzes berührt mit seinem eindringlichen süßen Gesang zu Tränen. Der zweite und vierte Satz setzen dieser Trübnis jedoch höchste Lebendigkeit und Spiellust entgegen.

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