Haspa Neujahrskonzert

4. Laeiszhallen-Sonderkonzert

Haspa Neujahrskonzert

So, 09.01.2022 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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Tschaikowsky Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23

Rachmaninow Symphonische Tänze op. 45

Sylvain Cambreling Dirigent

Nelson Goerner Klavier

Dass Peter I. Tschaikowskys erstes Klavierkonzert ein Werk zeitloser Größe ist, zeigt seine Aufführungsgeschichte. Zwar hatte Nikolai Rubinstein, dem Tschaikowsky erste Entwürfe vorgespielt hatte, das Werk abgelehnt, und auch Hans von Bülow, der es anstelle von Rubinstein spielte, hatte noch Änderungen an der Klavierstimme verlangt. Am Uraufführungsabend waren Publikum und Kritiker allerdings hingerissen – und sind es bis heute. Es ist ein überaus populäres Werk, das keines Programms bedarf. Diese Musik ist ein reines Fest der Klänge. Nelson Goerner, auch virtuoser Mitwirkender des Martha Argerich Festivals 2021, ist der Solist.

Die Popularität von Sergei Rachmaninows Klavierkonzerten und -stücken überschattet weite Teile seines umfangreichen Oeuvres: Etwa die Opern, Lieder und Orchesterwerke. Zu letzteren gehört neben den drei Symphonien und den Tondichtungen seine letzte Komposition, die „Symphonischen Tänze“ von 1940. Die strukturell wie harmonisch fantasievolle, stellenweise gewagte Partitur zählt zu den anspruchsvollsten in der gesamten Orchesterliteratur. Die Orchesterversion wurde 1941 von Eugene Ormandy und dem Philadelphia Orchestra uraufgeführt.

Und der Regenbogen stand auf der Erde. Sie wusste, das schmutzige Menschen- gesindel, das hartschuppig und einsam über die Erde dahinkroch, war noch am Leben, der Regenbogen wölbte sich über ihrem Blute und würde in ihrem Geiste zu bebendem Leben erwachen, sie würden die hornige Hülle ihrer Auflösung abwerfen, würden als neue, reine, nackte Leiber neu emporkeimen zu neuem Wachstum, dem Lichte, dem Winde, dem reinen Regen des Himmels entgegen.

D. H. Lawrence: »Der Regenbogen« (1915)

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