Mischwolken

2. Kammerkonzert

Mischwolken

So, 07.11.2021 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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»Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling.« Lesen Sie den Text »Irisierende Farbwellen und weiße Stille« zu unserer Saison 19/20 von Alexander Meier-Dörzenbach.

3G-Regel

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Mendelssohn Klavierquartett Nr. 2 f-Moll op. 2

Schnittke Klavierquartett (nach einem Fragment von Gustav Mahler)

Mahler Klavierquartettsatz a-Moll

Schumann Klavierquartett Es-Dur op. 47

Satoko Koike Violine

Fabian Lindner Viola

Jee Hee Kim Violoncello

Per Rundberg Klavier

»Wie alte Bekannte« klängen die Themen von Mendelssohns Klavierquartett f-Moll, schrieb 1825 ein Rezensent. Für Carl Friedrich Zelter, den Lehrer des zum Zeitpunkt der Komposition gerade einmal 14-jährigen Mendelssohn, war das Quartett dagegen gelungene Reifeprüfung und Startpunkt für Neues zugleich. Anlässlich von Mendelssohns 15. Geburtstag verkündeter er vor versammelter Mannschaft: »Mein lieber Sohn, von heut ab bist du kein Junge mehr, von heute an bist du Gesell. Ich mache dich zum Gesellen im Namen Mozarts, im Namen Haydns, im Namen des alten Bach.« Amen.

Alfred Schnittkes 1988 komponiertes Klavierquartett enthält – ähnlich und doch ganz anders als im Falle Mendelssohns – »Spuren eines Vorbilds«, nämlich Anteile von Gustav Mahlers frühem Klavierquartettsatz a-Moll. Der zum Schaffenszeitpunkt wohl 16-jährige Mahler verfolgte das Projekt seines a-Moll-Quartetts nur knapp über einen ersten Satz hinaus. Schnittke knüpft an den zweiten, unvollendeten Satz des Mahler-Quartetts, ein kreisendes Scherzo, an. Doch zeichnet Schnittke den Weg in die Moderne für sich selbst voller Trümmer, Tontrauben und Action nach. Mehr als eine Hommage, viel mehr als eine »Vollendung«, ein eigenes Stück Aufregung.

Den Schlusspunkt unter Leitung von Satoko Koike, der Stimmführerin der zweiten Violinen, markiert ein vollendetes Werk, geschaffen von einem Komponisten in seinen besten Jahren. Schumanns Klavierquartett op. 47 von 1843 bedeutet einen romantischen Höhepunkt der Gattung, geschrieben innerhalb weniger Tage, wie im Rausche des komponierten Glücks und der – vor allem pianistisch – beglückenden Virtuosität.

Der Regenbogen kann keineswegs dem Grundbass in der Musik verglichen werden, jener umfasst sogar nicht einmal alle Erscheinungen, die wir bei der Refraktion gewahr werden, er ist so wenig der Generalbass der Farben als ein Durakkord der Generalbass der Musik ist; aber weil es eine Harmonie der Töne gibt, so ist ein Durakkord harmonisch. Forschen wir aber weiter so finden wir auch einen Mollakkord, der keineswegs in dem Durakkorde, wohl aber in dem ganzen Kreise musikalischer Harmonie begriffen ist.

Goethes Anmerkung zu Diderot (1805)

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