Nicht stillgeschwiegen
Foto: J. Konrad Schmidt

5. Laeiszhallen-Sonderkonzert

Nicht stillgeschwiegen

Do, 06.05.2021 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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von Zemlinsky Sechs Gesänge nach Maurice Maeterlinck für mittlere Stimme op. 13

Wagner »Tristan und Isolde«, 2. Aufzug (Konzertante Aufführung)

Sylvain Cambreling Dirigent

Christiane Libor Isolde

Stephen Gould Tristan

Ante Jerkunica König Marke

Claudia Mahnke Brangäne und Mezzosopran

Eine konzertante Opernaufführung – macht das Sinn? Über diese Frage können Musikfreunde immer wieder leidenschaftlich streiten. Zumal, wenn es um die „Gesamtkunstwerke“ Richard Wagners geht, die definitionsgemäß auch Bühne und Kostüme umfassen. Doch die Regie hat sich von diesen Ur-Ideen ohnehin längst losgesagt. Und im vereinigungsseligen zweiten Akt der 1865 uraufgeführten Oper »Tristan und Isolde« ist die Handlung so sehr ins Innerseelische der Protagonisten – und somit in die Musik – verlegt, dass selbst strenge Wagnerianer beide Augen zudrücken. Und beide Ohren umso weiter aufsperren.

Chefdirigent Sylvain Cambreling, ein nicht nur in seiner Frankfurter und Stuttgarter Zeit weit über die Grenzen Deutschlands gefeierter Operndirigent, versammelt hier bis in die Nebenrollen eine Schar exzellenter Interpreten um sich, um Wagners bahnbrechende „unendliche Melodie“ zu formen: Während wir aus den allermeisten Symphonien, Konzerten und auch Opern gewohnt sind, einen Anfang und ein Ende zu hören, führt uns Wagner aufs Glatteis. Es geht weiter. Immer weiter. Die Kadenzen finden kein Ende. Tristan und Isolde sehnen sich, quälen sich, lieben sich ohne Befriedigung. Zumindest nicht vor dem Tod.

Den Einstieg ins Konzert macht ein österreichischer Komponist, dem sich Sylvain Cambreling und die Symphoniker bereits im Mai 2019 mit großem Erfolg widmeten: Alexander von Zemlinsky. Bis auf seine Opern ist sein Werk wenig geläufig. Doch Claudia Mahnke singt hier ein Kleinod von 1913, das in bester Gustav-Mahler-Tradition steht. Die Sechs Gesänge basieren auf Texten des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck, dessen unverwechselbarer, dem Tode stets naher Ton perfekt in die Zwischenwelt des „Tristan“ überleitet.

In Kooperation mit Hamburg Musik Im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg

Hubertus Wald Stiftung

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