Romantische Dämmerung

5. Symphoniekonzert

Romantische Dämmerung

So, 23.01.2022 19:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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»Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling.« Lesen Sie den Text »Irisierende Farbwellen und weiße Stille« zu unserer Saison 21/22 von Alexander Meier-Dörzenbach.

Bartók Tanz-Suite Sz 77

Strawinsky Violinkonzert D-Dur

Tschaikowsky Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Sylvain Cambreling Dirigent

Guy Braunstein Violine

„Ziel des ganzen Werks“, so kommentierte Béla Bartók selbst seine Tanzsuite, „war es, ein Art ideal erdachter Bauernmusiken, ich könnte sagen, erdichteter Bauernmusiken nebeneinanderzustellen, so dass die einzelnen Sätze bestimmte musikalische Typen darstellen: ungarische, walachische, slowakische und auch arabische, zuweilen kam es sogar zu Überschneidungen dieser Arten.“

Anfang der 1930er-Jahre schrieb Igor Strawinsky sein Violinkonzert, ein Werk voller Anspielungen und ironischen Brechungen, mitsamt grifftechnischen Herausforderungen und augenzwinkernden Idyllen, das hier Guy Braunstein, langjähriger künstlerischer Partner der Symphoniker Hamburg, interpretiert. Und zum Abschluss eine Schicksalssymphonie. In einem seiner unzähligen Briefe erläuterte Peter I. Tschaikowsky das Programm seiner Vierten: Schon in den ersten Takten erleben wir die „Schicksalsgewalt“ – das um einen Ton kreisende Hauptthema mit seinen kräftigen Triolen und Achteln. Dieses „Fatum“, so Tschaikowsky, kontrolliere uns beständig, so dass Glück und Friede niemals vollkommen würden. „Man muss sich ihm unterwerfen und seine Zuflucht in vergeblichen Sehnsüchten suchen.“

 Einführungsveranstaltung  Olaf Dittmann führt 45 Minuten vor diesem Konzert in das Programm ein. Der Eintritt ist für Konzertbesucher frei! Die Einführungsveranstaltung findet im Großen Saal der Laeiszhalle statt und dauert 20 bis 25 Minuten. Bitte betreten Sie die Halle durch den Haupteingang und nehmen Sie rechtzeitig Ihre für das Konzert gebuchten Plätze ein.

Ich ging beim Mondschein sechs Kilometer weit spazieren, das heißt: hin und her auf dem schwankenden Deck, was ich infolge meiner krummen Beine vorzüglich konnte. Die Wolken bildeten eine Laokoon-Gruppe. – »Sieh mal, Jessen, diese Kerls mit Riesenschlangen. Und gestern der große Regenbogen am Himmel wie ein Tor. Kannst du dir vorstellen, dass durch dieses Tor die Kriegsgefallenen ziehen nach dem Kometen oder nach dem Monde?«
»Nee.« Jessen grinste.

Joachim Ringelnatz: »Als Mariner Im Krieg« (1928)

Hubertus Wald Stiftung