Still(end)e Nächte

1. Kammerkonzert

Still(end)e Nächte

Do, 01.10.2020 19:30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal

Das Kammerkonzert-Abonnement

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

Diese Veranstaltung kann wahrscheinlich coronabedingt so nicht stattfinden. Details zum neuen Programm und Format geben wir bald bekannt.

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Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 6 BWV 1051

Wagner Vorspiel zu »Tristan und Isolde«

Paganini Variationen für zwei Celli

Pärt Fratres

Violoncello-Gruppe der Symphoniker Hamburg

„Ich habe fleißig sein müssen. Wer ebenso fleißig ist, der wird es weit bringen können.“ Johann Sebastian Bachs dem Markgrafen von Brandenburg gewidmete Brandenburgische Konzerte sind Glanzlichter des barocken Instrumentalkonzerts und bilden eine Art Ideal der Konzertkunst des Generalsbasszeitalters. Das 6. Brandenburgische Konzert ist vermutlich eigentlich das erste, steht es doch in der Tradition älterer barocker Satztechnik. Das Konzert weist eine reine Streicherbesetzung (ergänzt um den Generalbass) auf und rückt die Viola sowie die Gamben als Instrumente in den Vordergrund. Der erste Satz ist geprägt von einem ruhig dahinschreitenden Grundduktus mit – für Bach recht untypisch – langsam voranschreitenden Kadenzen, die umso mehr von einer sich aufbauenden äußeren Spannung umgeben sind. Das liebliche Adagio schwebt dialogisch der harmonischen Perfektion entgegen, während der tänzerische Finalsatz lustvoll mit synkopischen Motivverarbeitungen und heiterer Spiellust daherkommt.
Richard Wagners Vorspiel zu seinem Musikdrama „Tristan und Isolde“ ist der ikonische Ausdruck unerfüllter Liebessehnsucht, die selbst über den Tod hinausgeht. Der berühmte Tristan-Akkord, der harmonisch gesehen im luftleeren Raum hängt, ohne in eine bestimmte Richtung zu schweben, hat so ganz nebenbei das Tor zur Neuen Musik weit aufgestoßen. Auch Herzen lassen sich mit dieser unergründlich tiefen, leidenschaftlichen, an innere Sehnsüchte rüttelnden Musik öffnen.

Wenn der „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini aufspielte, fielen die Zuhörerinnen und Zuhörer dieses Spektakels, so erzählen es die Anekdoten, reihenweise in Ohnmacht. Ob das auch mit den Variationen für zwei Celli gelingt, bleibt abzuwarten. Doch Paganini war mehr als ein musikalischer Scharlatan, der sein Publikum mit leichten, seelenlosen Effekthaschereien verblüffte. Seine Musik ist auch von tiefer romantischer Sehnsucht erfüllt, die sich mit höchsten technischen Ansprüchen zu einem spannungsgeladenen Schauspiel verbindet.

Arvo Pärts Werk „Fratres“ gemahnt in spiritueller Hinsicht, uns auf das Einfache zu besinnen. Sein im Tintinnabuli-Stil geschriebenes Werk besteht aus zwei Stimmen, von denen eine die Melodie darstellt, die andere jedoch beständig einen Dreiklang im Arpeggio wiedergibt. Dies macht Pärts Fratres zu einer mystischen Erfahrung, die eine unergründliche Ruhe ausstrahlt.
 

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