Stille Lichter der Welt

3. Morgen Musik

Stille Lichter der Welt

So, 21.02.2021 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

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»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Messiaen Trois Petites Liturgies de la Présence Divine

Mozart Thamos, König in Ägypten KV 336a

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Sylvain Cambreling Dirigent

David Kadouch Klavier

Nathalie Forget Ondes Martenot

EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ

Joshard Daus Chorleitung

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1940 geriet der Komponist und Organist Olivier Messiaen für einige Monate in deutsche Kriegsgefangenschaft. In einem Lager in der Nähe von Görlitz entstand sein Quatuor pour la fin du temps (Quartett für das Ende der Zeiten). Zwar in Freiheit, doch noch in den Schreckensjahren 1943 und 1944 schrieb Messiaen eine Komposition für die massive und ungewöhnliche Besetzung Klavier, Ondes martenot, 36-stimmiger Frauenchor, Schlagzeug und Streicher. Das elektronische Exoteninstrument Ondes Martenot fand hier also noch vor der Schaffung der monumentalen Turangalîla-Sinfonie (1946-48) Eingang in ein fast abendfüllendes Werk. Den Text zu seinen Drei kleinen liturgischen Stücken über die Präsenz Gottes verfasste der Komponist selbst und gab damit einmal mehr seiner tiefen, innigen Religiosität Ausdruck.

1773 schrieb der Dramatiker und Staatsbeamte Tobias Philipp von Gebler das Theaterstück Thamos, König in Ägypten. Das Schauspiel erzählt eine typische, lehrstückartige Geschichte von dem ägyptischen König Menes und seinem Sohn Thamos. Ein Stück über die Verquickung von Macht und Liebe – und den entsprechenden Fallstricken dieser gefährlichen Kombination. Noch im Jahr der Herausgabe des Schauspieltextes steuerte Mozart eine Bühnenmusik bei, die wohl im Frühjahr 1774 in Wien uraufgeführt wurde. Mozart schien Gefallen an seiner eigenen Musik gefunden zu haben, denn der Komponist nahm sich einzelne Teile seines Werkes fünf Jahre später noch einmal vor, überarbeitete diese und verwendete sie für die Bühnenmusik zu dem Trauerspiel Lanassa von Karl Martin Plümicke.

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