Weihnachtskonzert
Foto: J. Konrad Schmidt

1. Laeiszhallen-Sonderkonzert

Weihnachtskonzert

Fr, 25.12.2020 18:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

»Wenn alles still ist, geschieht am meisten« (Søren Kierkegaard)

Lesen Sie den Text »Bunte Stillleben in grenzenlosen Klangfarben« zu unserer Saison 20/21 von Alexander Meier-Dörzenbach.

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Kreisler Violinkonzert C-Dur »Im Stil von Vivaldi«

Grieg »Aus Holbergs Zeit« Suite op. 40

Mozart Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 »Jupiter«

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Adrian Iliescu Dirigent und Violine

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Unter der Geigern des letzten Jahrhunderts war er der größte Charmeur: Fritz Kreisler. Das Wiener Wunderkind bog erst einmal ab in Richtung Medizin und Malerei, debütierte aber mit 24 Jahren bei den Berliner Philharmonikern. Von da an stand ihm die Welt offen – zumindest bis 1933. Als Jude musste er von Berlin nach Österreich und schließlich in die USA emigrieren. Kreislers Einspielungen der Brahms- und Beethoven-Konzerte sind legendäre Zeugnisse der warmtönenden Alt-Wiener Geigenschule. Nicht gewaltig lang, aber wunderschön ist sein barock anmutendes Violinkonzert von 1905. 
Auch der Norweger Edvard Grieg orientierte sich an Vergangenem: Er nahm die europäische Annäherung bereits um einige Jahrzehnte vorweg, indem er seine Holberg-Suite „im alten Stil“ schrieb und sich an der geistlichen und höfischen Musik aus der Zeit Bachs und Händels orientierte. Grieg selbst sprach trotz mancher „nordisch-romantischer“ Klänge, die ebenfalls einflossen, deshalb von seinem „Perückenstück“. 

Und nach der Pause eines der größten Werke der Klassik. Jupiter – das klingt nach Erhabenheit, Ewigkeit und unermesslicher Größe. Wie der Beiname zu Wolfgang Amadeus Mozarts 41. Symphonie in die Welt kam, lässt sich nicht genau klären. Allerdings passt der höchste Gott der Römer als Namensgeber offenbar perfekt. Schließlich überdauerte das Werk die Jahrhunderte mühelos, es gilt bis heute als eines der absoluten Highlights in der Musikgeschichte, für viele der Höhepunkt der Klassik vor Beethoven. Spannend sind die Lebensumstände, in denen sich Mozart 1788 befand: Keine Frage, er hatte seinen Zenit längst überschritten. Er hatte Sorgen, Schulden, und es mangelte an Aufträgen und öffentlichen Auftritten, so dass selbst die alltäglichsten Ausgaben schwer zu bestreiten waren. Und dennoch spricht diese Symphonie eine ganz andere Sprache. Sie ist nicht nur optimistisch, sondern geradezu strahlend und voller Lebenskraft.

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