MovINg living room #3: Ein bewegender 1. Advent

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Was für ein stimmungsvoller Auftakt in die Adventzeit: Am Samstag, den 1. Dezember veranstaltete das Seniorenwohnheim Malteserstift St. Maximilian Kolbe einen Weihnachtsbasar, zu dem nicht nur die Bewohner samt ihrer Angehörigen, sondern auch die Nachbarn aus ganz Wilhelmsburg und Umgebung eingeladen waren. Den ganzen Tag über füllte sich das Haus mit Leben von Jung bis Alt, vom Erdgeschoss bis zur obersten Etage. Man konnte mit den Bewohnern basteln und spielen, sich kulinarisch bei selbstgemachter Erbsensuppe, Börek, Waffeln und natürlich Kaffee&Kuchen verwöhnen oder sich an unterschiedlichen Verkaufsständen weihnachtlich inspirieren lassen und ganz nebenbei einen offenen Ort erkunden, den mancher sonst eher meidet. Im Grunde ein großes Wohnzimmer gefüllt mit Lebendigkeit – was liegt näher, als an genau solch einem Ort ein Konzert unserer MovINg living room Reihe zu veranstalten!

Als Höhepunkt des Weihnachtsbasars gaben die vier Spitzenmusiker der Symphoniker Hamburg, Hovhannes Baghdasaryan, Makrouhi Hagel (Violine), Harald Schmidt (Viola) und Jee Hee Kim (Violoncello) ihr "Mendelssohn pur"-Programm zum besten, genauer gesagt das Streichquartett op. 13, Nr. 2 a-Moll, das der gebürtige Hamburger Felix Mendelssohn Bartholdy bereits mit 18 Jahren komponiert hatte. 

Damit möglichst viele der Bewohner diese wunderbar bewegte und beseelte Musik miterleben konnten, wurde das übliche Prinzip kurzerhand umgedreht – nicht das Publikum kam zu den Musikern, sondern die Musiker zum Publikum: jeder Satz des Quartetts wurde auf einer anderen Etage gespielt. Wer konnte, zog von Spielort zu Spielort mit und so vollzog sich fast ein kleines Stationentheater. 

Berührend war zu beobachten, was die Musik mit den Menschen macht: sie lässt inne halten und gleichzeitig in Bewegung kommen, Ruhe einkehren aber innerlich wach werden, mitfühlen, mitsingen, eine alte, vom Leben gezeichnete Hand im Rhythmus der Musik mitklopfen. Dankbarkeit und Vorfreude spüren. Und hoffentlich allen Besuchern diesen Tag in besonderer Erinnerung behalten, denn das war er: ein besonderer, bewegender 1. Advent.