MovINg Music: 04.11.2019, Malteserstift St. Maximilian Kolbe in Wilhelmsburg

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Von Miriam Holzapfel

Im Malteserstift St. Maximilian Kolbe und dem Generationenhaus-Projekt bleibt die Kindergruppe, die montags zum Singen vorbeikommt, immer gleich jung: Es sind Vorschulkinder, die zusammen mit Ingrid Stegmann den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Besuch abstatten. Ist ein Kindergartenjahr vorüber, kommen neue aufgeweckte Vorschulkinder, die im Kreis der Seniorinnen und Senioren Platz nehmen – als wäre es das Normalste der Welt, dass man sich trifft und dann gemeinsam musiziert.

Das Begrüßungslied "Hallo, schön, dass du da bist" singen alle mit, die Jungen und die Alten, die Kleinen und die Großen, und winken einander zu. Und weil beim Musikmachen nicht nur das Singen eine tragende Rolle spielt, sondern auch das Zuhören, singen die Kinder danach "Schweige und höre" und gebärden dazu. Und natürlich ist beim MovINg Music-Projekt auch das Erzählen wichtig: Die Kinder tragen unbefangen Ihre Themen vor, mit denen sie gerade beschäftigt sind, erzählen, was gerade los ist und was ansteht, während die älteren Damen und Herren im Stuhlkreis drum herum zuhören.

Wichtig ist der Herbst und alles, was zum Herbst dazu gehört, Laternenlaufen und die Legende vom heiligen Martin, die von den Kindern mit einem kleinen Singspiel dargestellt wird. Wichtig sind Herbstlieder, die alle im Raum kennen: "Ich geh mit meiner Laterne". Wichtig ist aber auch die große Freundlichkeit, mit der hier ganz Kleine und alte Menschen aufeinander zugehen und eine Stunde gemeinsam verbringen. "Ich schenk Dir einen Regenbogen" singen die Kinder den alten Leuten vor und "Singen macht Spaß". Wohl wahr. Und dann am Ende sagt man in Hamburg eben wieder "Tschüß" – und beim Singen des Abschiedslieds kommt fast so etwas wie Partystimmung auf. Und das an einem verregneten Montagmorgen in einem Altenheim.