3. Symphoniekonzert – Die Entdeckung des grandiosen Pianisten Szymon Nehring!

Als Gewinner des 15. Internationalen Klavierwettbewerbs »Arthur Rubinstein International Piano Master Competition« erspielte sich der junge polnische Pianist Szymon Nehring nicht nur den ersten Preis, sondern auch den Publikumspreis und mehrere Sonderpreise. Nehring ist als Solist international bestens vernetzt und hat mit zahlreichen renommierten Orchestern konzertiert. Sein Spiel gilt als unverstellt und schwindelerregend virtuos. Unter der Leitung des Chefdirigenten Sylvain Cambreling hören wir von Nehring Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur, auch »Jenamy« genannt, welches von Alfred Einstein als »die Eroica Mozarts« bezeichnet wird. Da sprudeln Originalität, Energie, Witz und Frechheit, da wird meisterhaft orchestriert und der Pianistin resp. dem Pianisten Enormes abverlangt, da werden Konventionen gebrochen und gleich zu Beginn ein Exempel geboten, wenn Mozart (singulär in seinem Konzertschaffen!) nach der Unisono-Fanfare des Ensembles bereits im zweiten Takt und völlig unvermittelt das Klaviersolo zu Wort kommen lässt! 

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Eingebettet ist dieser Programmhöhepunkt in Martinůs symphonische Dichtung »Memorial to Lidice« und Dvořáks Symphonie Nr. 7.

Der tschechische Komponist Bohuslav Martinů schrieb das symphonische Werk zur Erinnerung an das Massaker in der Gemeinde Lidice und greift in diesem Werk das Thema des Schicksals aus Beethovens Fünfter Symphonie auf, das hier den Widerstand gegen den Nazi-Eindringling symbolisiert. Es wurde am 28. Oktober 1943 in New Yorkvom Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Artur Rodziński uraufgeführt und hatte einen tiefen Eindruck beim Publikum hinterlassen.

Das Programm endet mit Antonín Dvořáks Symphonie Nr. 7, die den Beginn seiner drei großen Symphonien (Symphonien Nr. 7, Nr. 8 und Nr. 9) darstellt und zu einem neuen Gipfelpunkt im symphonischen Schaffen des Komponisten wurde. Dvořák: »Jetzt gerade arbeite ich an einer neuen Symphonie (für London), und wo immer ich bin, habe ich nichts anderes im Kopfe als diese Komposition, die so ausfallen soll, dass sie die Welt bewegt. Und so Gott will, wird sie es auch tun.«