Foto: Bertold Fabricius

Grußwort des Kultursenators Dr. Carsten Brosda

»Ein weit gefächertes Programm mit großen Namen«

Als »wahrlich ein Coup« und »gleich einer Sensation« wurde die Nachricht vom neuen Chefdirigenten der Symphoniker Hamburg von der Presse gefeiert. Sylvain Cambreling, dessen Namen für eine heraus- ragende musikalische Entwicklung von Orten und Häusern steht, kommt zur Spielzeit 2018/19 als Chefdirigent der Symphoniker Hamburg in die Musikstadt Hamburg.

Ich freue mich gemeinsam mit den Symphonikern über und auf diese spannende künstlerische Perspektive, insbesondere nach dem intensiven Findungsprozess und einer ebenso intensiven Spielzeit 2017/18, die von beglückenden Ereignissen wie dem 60-jährigen Orchesterjubiläum, aber auch vom schmerzlichen Verlust durch den plötzlichen Tod von Sir Jeffrey Tate geprägt war.

Nach der Eröffnung der Elbphilharmonie Anfang 2017 war die vergangene Spielzeit zudem die erste, in der sich die Symphoniker als Residenzorchester der Laeiszhalle präsentierten. Die Symphoniker haben ihre neue Rolle im Musikleben der Stadt überzeugend wahrgenommen. Dies ist in ganz besonderem Maße dem leidenschaftlichen Einsatz der Musikerinnen und Musiker, dem ersten Gastdirigenten Ion Marin und dem Intendanten Daniel Kühnel zu verdanken.

Für die Spielzeit 2018/19 legen die Symphoniker erneut ein weit gefächertes Programm mit großen Namen national und international bekannter Musikerinnen und Musiker vor. Mutige dramaturgische Konzepte verdeutlichen den Anspruch der Symphoniker, gesellschaftliche Fragen kritisch aufzugreifen. Als sinnbildlich für dieses künstlerische Selbstverständnis steht das erste Symphoniekonzert des neuen Chefdirigenten. Sylvain Cambreling wird darin Beethovens Utopie einer weltumspannenden Einheit in der Vielfalt mit Werken von Lachenmann und Schönberg umrahmen, die eben diese Utopie hinterfragen.

Ich wünsche den Symphonikern Hamburg und ihrem neuen Chefdirigenten einen erfolgreichen Start und Ihnen, verehrtes Publikum, viele inspirierende und emotionale Konzerterlebnisse.

Dr. Carsten Brosda, Kultursenator