Foto: Bertold Fabricius

Grußwort Senators für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda

Seine Musik habe ihm die Ohren geöffnet, sagt Sylvain Cambreling über den Komponisten Gérard Grisey, den er in der letzten Saison in drei wunderbaren Kurzkonzerten vor­gestellt hat. Die Ohren öffnen uns die Symphoniker Hamburg unter Cambrelings Leitung aber auch dann, wenn ganz andere Musik gespielt wird. Wir erleben in den Konzerten Einfallsreichtum, Abenteuerlust, Beschwingtheit, Leidenschaft, Witz, Verstand und Sensibilität – eine wahrlich betörende Kombination!

Zwei Spielzeiten voll großer, umjubelter Konzerte liegen hinter uns, von denen sich Publikum und Presse unisono begeistert zeigten. In der Spielzeit 2020/2021 legen die Symphoniker Hamburg noch eine Schippe drauf. Die Zahl an Konzerten mit ihrem Chefdirigenten wird deutlich gesteigert. Sie scheinen beweisen zu wollen, was Cambreling nicht müde wird zu sagen: Er fühlt sich hier in Hamburg rundum wohl. Ich möchte ergänzen: die Hamburgerinnen und Hamburger sich auch mit ihm! Die dritte Saison mit Sylvain Cambreling beginnt im September mit Ludwig van Beethovens »Missa solemnis«, dieser großartigen Messvertonung aus der Feder des Bonner Komponisten, dessen 250. Geburtstag wir dieses Jahr feiern. Viele überaus interessante Konzerte mit anderen Dirigenten wie Ben Gernon und Andris Poga sind geplant. Und in einem Sonderkonzert beim Internationalen Musikfest Hamburg 2021 nimmt sich Sylvain Cambreling, der zu Recht als einer der wenigen Experten für Chor-­Orchester-Musik gilt, ein Schlüsselwerk der Musikgeschichte vor.

Ich bin schon außerordentlich gespannt, wie der zweite Aufzug aus Richard Wagners »Tristan und Isolde« im Großen Saal der Laeiszhalle klingen wird. Diesem altehrwürdigen, unzählige Male gepriesenen Konzerthaus in der Mitte Hamburgs halten die Symphoniker natürlich weiterhin die Treue und bringen dort die wichtigsten Werke der klassischen Musik zu Gehör. Unterstützt werden sie dabei beispielsweise durch die wunderbare Europa Chor Akademie Görlitz sowie durch international renommierte Künstlerinnen und Künstler wie ­Martha Argerich, Robert Dean Smith, Akiko Suwanai, Andrei Ioniţă, Sergei Nakariakov, Guy Braunstein und viele andere. Das beliebte alljährliche ­Martha ­Argerich Festival der Symphoniker Hamburg zeigt dies sehr eindrücklich.

Auch die Musikvermittlung kommt selbstverständlich nicht zu kurz. Das gehört zur Tradition der Symphoniker, und sie wissen auch ganz genau, wie das geht. Sie zeigen, dass man sich nicht zwischen eiserner Tradition und blanker Innovation entscheiden muss. Erst wenn sich beides miteinander verbindet, kann sich die klassische Musik in unserer dynamischen Gesellschaft auch künftig einen gewichtigen Platz erobern. Ein »denkendes Orchester«, das sich selbst und seine Umwelt reflektiert und mit einem konzertanten Widerhall reagiert, kann dieser Herausforderung gelassen entgegensehen. Ihnen allen wünsche ich aufregen­de und zum Denken ­anregende Konzerterlebnisse!

Dr. Carsten Brosda
Senator für Kultur und Medien

 Der Verkauf  von Abonnements für die Spielzeit 2020/2021 beginnt am 29. April 2020. Der Verkauf von Einzelkarten für die Spielzeit 2020/2021 läuft aufgrund der aktuellen Situation anders ab als gewohnt. Das neue Verfahren bietet Ihnen maximale Sicherheit bei geringem bürokratischen Aufwand: Vom 26. Mai 2020 an können Sie Karten für die Konzerte reservieren. Sechs Wochen vor dem Konzerttermin ist dann die Bezahlung fällig – und die restlichen Tickets gehen in den freien Verkauf. Sollte das Konzert hingegen ausfallen müssen, entstehen für Sie keine Kosten; die Reservierung wird dann ganz einfach storniert.