Foto: Bertold Fabricius

Grußwort von Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda

Fünf Jahre sind erst der Anfang ... Das gilt nicht nur für die Elbphilharmonie, das gilt in diesem Jahr gewissermaßen auch für die Symphoniker Hamburg, denn schließlich wurden die Symphoniker mit der Eröffnung der Elbphilharmonie im Jahr 2017 offiziell zum Residenzorchester der Laeiszhalle – und festigen seither den Ruf dieses Traditionshauses als Ort für erstklassige Musik.

Seit weit mehr als fünf Jahren – genau genommen seit 65 Jahren – spielen die Symphoniker eine zentrale Rolle im musikalischen Profil unserer Stadt. Mit ihrem Chefdirigenten Sylvain Cambreling haben sie dieses Profil noch einmal geschärft und gerade in Pandemie-Zeiten mit großem Einsatz und frenetischer Kreativität für ein im besten Sinne denkwürdiges musikalisches Angebot gesorgt.

Die Bedeutung der Laeiszhalle und ihres selbst ernannten »denkenden Orchesters« war wohl selten größer als in diesen unübersichtlichen vergangenen zwei Jahren. Hier wurde und wird auf eine für wirklich jeden Menschen zugängliche Weise etwas zum Ausdruck gebracht, was sich anders als durch Töne, Harmonien, Rhythmen und Melodien nicht sagen lässt. Das musikalisch-kulturelle Angebot, das die Symphoniker schaffen, ermöglicht uns neue Sichtweisen auf die Welt und hilft, sie zu verstehen, zu ordnen und gemeinsam zu verändern.

Die programmatische Handschrift der Symphoniker ist unverwechselbar und dabei immer offen für Neues. Das Residenzorchester hat es sich zur Aufgabe gemacht, unser Verständnis von einem Konzertorchester mithilfe von Musikvermittlung sowie einer besonderen Kommunikation ihrer Arbeit Schritt für Schritt zu transformieren. Hier geht es um Gehör und Gehirn. Ihren Chefdirigenten Sylvain Cambreling und die neue Erste Gastdirigentin Han-Na Chang haben sie als Mitstreiter und Mitstreiterin dafür ebenso an ihrer Seite wie die namhafte Auswahl an Gästen, die im Saisonverlauf oder beim alljährlichen Martha Argerich Festival das Orchester ergänzen: Neben der Namensgeberin sind dies auch Charles Dutoit, Mischa Maisky, Edgar Moreau, die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ und viele andere.

Ich freue mich auf eine spannende Spielzeit und wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nach dem Studieren dieser Broschüre ereignisreiche und nachdenklich stimmende Konzerterlebnisse!

Dr. Carsten Brosda
Senator für Kultur und Medien