Mozarts Geist in den Händen Beethovens und Schuberts – Unser 2. Symphoniekonzert

Die aktuelle, uns alle herausfordernde Saison begann bei den Symphonikern Hamburg vor fünf Wochen mit Mozart, also mit einem musikalischen Symbol des Neuanfangs. Natürlich gab es auch vor dem Jahrtausendgenie überaus bedeutende Musik, doch trügt der Eindruck kaum, dass es ohne Mozart das 19. Musikjahrhundert gar nicht gegeben – oder dass es zumindest ganz anders ausgesehen hätte. Nach Mozarts »Sinfonia concertante« spielten die Symphoniker unter Sylvain Cambreling zur Saisoneröffnung zudem Beethovens erste Symphonie, die mit einem treuen Blick zurück den Raum ins romantische Jahrhundert öffnete.

Beim 2. Symphoniekonzert geht es sehr folgerichtig weiter: mit stärkender Tradition und mutiger Offenheit, mit dem Bewusstsein für Bewährtes und dem erfrischenden Blick für das Neue, das Unbekannte und die Chancen. Also mit der Perspektive, die wir derzeit so dringend brauchen. Denn sowohl Beethovens zweites Klavierkonzert – das eigentlich sein erstes ist, mit dem er mit Mitte 20 in Wien reüssierte – als auch Schuberts fünfte Symphonie atmen noch den Geist Mozarts, des Allbeginners. (Es scheint, als spräche Schubert gleich mehreren Komponisten-Generationen aus der Seele: »Wie von ferne leise hallen mir noch die Zauberklänge von Mozarts Musik. [...] O Mozart, unsterblicher Mozart, wie viele o wie unendlich viele solche wohltätigen Abdrücke eines lichten besseren Lebens hast du in unsere Seelen geprägt.«) Und zugleich gehen Beethoven und Schubert hier natürlich schon eigene Schritte. Schritte ins Unbekannte, deren ästhetische Kraft wir aus heutiger Sicht leider zu oft übersehen.

25. Oktober 18:30 Uhr  25. Oktober 21:00 Uhr

Dieses Konzert ohne Pause wird am 25. Oktober zweimal hintereinander gegeben (18:30 Uhr und 21:00 Uhr), um so vielen Menschen wie möglich den Besuch zu ermöglichen – die aktuellen Richtlinien sehen vor, dass nur knapp jeder dritte Platz im Großen Saal der Laeiszhalle besetzt werden kann.