Über Freiheit: Cambrelings Egmont-Collage

Sylvain Cambreling collagiert Musik aus Beethovens »Egmont« sowie von Gustav Mahler und Wolfgang Rihm mit Lyrik von Mahmud Darwisch zu einem aktuell relevanten Gesamtwerk.

Die nach Freiheit, Auflehnung und Gerechtigkeit klingende Egmont-Musik Ludwig van Beethovens wird an diesem besonderen Konzertabend kombiniert mit Korrespondenzmusiken von Gustav Mahler und Wolfgang Rihm (einst von den Symphonikern Hamburg selbst in Auftrag gegeben). Zudem macht die Stimme des Dichters Mahmud Darwisch (1941-2008) hörbar, was uns der Egmont-Stoff heute noch sagt.

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»Ich fühle mich im Umgang mit großen Kunstwerken frei – so frei, wie die Gedanken sind«, sagt Symphoniker-Chefdirigent Sylvain Cambreling. »Und ich bin davon überzeugt, dass es für das Publikum ein Gewinn sein wird, Beethoven und Mahler zusammenzuhören. Wolfgang Rihm ist zudem für mich von den heutigen Komponisten derjenige, dem der Versuch vielleicht am eindringlichsten gelingt, die gesamte Musikgeschichte in seinem Werk zu berücksichtigen. Und Mahmud Darwisch ist ein ganz großer Dichter. Er weiß, was es heißt, unfrei zu sein, inhaftiert zu sein, im Zustand der Belagerung zu leben, als Flüchtling im Exil zu existieren. Und doch bergen seine Gedichte immer die Möglichkeit für Hoffnung, für Hoffnung auf Befreiung.«