Leipziger Hornquartett

Leipziger Hornquartett

Das Leipziger Hornquartett existiert bereits seit 1951 und ist damit das älteste aktive Hornquartett der Welt. Die verschiedenen Musiker waren, und sind bis zum heutigen Tag, Hornisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig bzw. des MDR Sinfonieorchesters. Die Mitglieder des Ensembles haben es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, das Repertoire für diese außergewöhnliche Besetzung zu finden, aufzuführen und aufzunehmen.

1983 hat die Stadt Leipzig das Leipziger Hornquartett mit dem renommierten Kunstpreis geehrt. Ein Werk zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Quartetts: Das »Konzertstück für vier Hörner und Großes Orchester« op. 86 von Robert Schumann. Seinerzeit ausschlaggebend für die Gründung des Leipziger Hornquartetts, wurde es in der heutigen Besetzung mit Max Hilpert, Tino Bölk, Johannes Winkler und Michael Gühne über dreißig Mal aufgeführt. Die Musiker verstehen sich aber auch als Wegbereiter zeitgenössischer Musik. So wurden dem Ensemble immer wieder bedeutende Werke gewidmet.

Vor allem in jüngster Zeit als die Mitglieder des Quartetts Kompositionen von Jean-Luc Darbellay, Steffen Schleiermacher, Robert Delanoff, Max Beckschäfer, Michael Roth und Jürgen Dietze ur- und erstaufgeführt haben. Zum 60. Jubiläum spielten die Musiker mehrere Konzerte innerhalb der MDR-Konzertsaison 2012. Das Konzertstück für vier Hörner und Orchester von Heinrich Hübler wurde mit dem MDR Sinfonieorchester unter Leitung seines damaligen Chefdirigenten Jun Märkl aufgeführt, außerdem zwei Kammermusikkonzerte, u.a. mit Uraufführungen von Werken von Robert Delanoff und Gert Fischer.


Im Verlauf der mehr als 60 Jahre haben die Musiker ungezählte Konzerte in Deutschland gegeben und zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen eingespielt. Vor wenigen Jahren erschien eine CD mit den großen Hornquartetten des 20. Jahrhunderts, kurz darauf eine romantische CD beim Label Capriccio. Gastspiele führen das Leipziger Hornquartett immer wieder quer durch Europa, nach Asien und nach Südamerika. Dirigenten wie Fabio Luisi, Mario Venzago, Alun Francis, Toshiyuki Kamioka, Hans Urbanek und John Roderick Mac Donald begleiten das Leipziger Hornquartett u.a. mit dem MDR Sinfonieorchester, der Meininger Hofkapelle, den Nürnberger Symphonikern und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz.

Kritiker und Kenner des Genres bescheinigen den Mitgliedern des Ensembles einen hohen Grad an Homogenität und Klangkultur, gepaart mit technischer Brillanz und großer musikalischer Vitalität.