Mahan Esfahani
Bernhard Musik/DG

Cembalist

Mahan Esfahani

Mahan Esfahani wurde 1984 in Teheran geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Klavier von seinem Vater. An der Stanford University studierte er Musikwissenschaft und Geschichte. Zu seinen dortigen Lehrern gehörte George Houle. Es folgten Studien bei Peter Watchorn in Boston und Zuzana Růžičková in Prag. Von 2008 bis 2010 war er New Generation Artist der BBC. Seit seinem Debüt in London 2009 arbeitete er unermüdlich daran, das Cembalo als ein gleichwertiges Konzertinstrument zu etablieren. Dies gelang ihm etwa in der Tonhalle Zürich, in der Kölner Philharmonie, in der Wigmore Hall in London, im Wiener Konzerthaus, im Berlin Konzerthaus, im Schloss Elmau, in der Frick Collection in New York sowie in Tokio, Kuala Lumpur, Kopenhagen, Prag, Helsinki und in vielen anderen Städten. 2011 spielte er in London das erste Cembalo-Solorecital der Geschichte der Proms. 2014 stand er auf der Shortlist sowohl für den »Royal Philharmonic Society Instrumentalist of the Year« als auch für den »Gramophone Artist of the Year« – in beiden Fällen fand sich dort überhaupt zum ersten Mal ein Cembalist. 2015 wurde er vom BBC Music Magazine als Newcomer of the Year ausgezeichnet. Er wurde mit dem Diapason d’or ausgezeichnet und ist – nachdem er einige erfolgreiche Alben für Hyperion Records aufgenommen hat – nun Künstler der Deutschen Grammophon.

Zu Beginn des vergangenen Jahres machte ein Konzert in der Philharmonie Köln mit seiner Beteiligung Schlagzeilen: Darin spielte er unter anderem Steve Reichs »Piano Phase«. Es kam zu Tumulten im Publikum, da einige sich über den Künstler und das Werk lustig machten. Der Cembalist sah sich gezwungen, das Stück vorzeitig abzubrechen.