Martha Argerich
Foto: Adriano Heitman

Pianistin

Martha Argerich

Dass eine Künstlerin wie Martha Argerich, für die seit Jahrzehnten die Bezeichnung »Weltstar« ohne Wenn und Aber angemessen ist, innerhalb eines Kalenderjahres zweimal mit demselben Orchester auftritt, ist eine echte Besonderheit. Im Januar 2017 spielte sie mit den Symphonikern Hamburg unter Ion Marin Liszts 1. Klavierkonzert – bejubelt von Publikum und Presse. Nur elf Monate später kehrt sie heute, zum 60. Geburtstag der Symphoniker, zurück.

Martha Argerich wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren, erhielt ihre ersten Klavierstunden im Alter von fünf Jahren bei Vincenzo Scaramuzza und trat schon früh öffentlich auf. 1955 zog sie nach Europa und führte ihr Studium in London, Wien und der Schweiz fort. 1957 gewann sie die Klavierwettbewerbe in Bolzano und Genf sowie 1965 den Internationalen Chopin Wettbewerb in Warschau. Seitdem ist sie eine der bekanntesten Pianistinnen der Welt. Sie wurde unzählige Male gerühmt für ihre Einspielungen des Repertoires des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie spielt Bach und Bartók, Beethoven und Messiaen genauso wie Chopin, Schumann, Liszt, Debussy, Ravel, Franck, Prokofiev, Strawinsky, Schostakowitsch und Tschaikowsky.

Obwohl sie regelmäßig von den renommiertesten Orchestern, Dirigenten und Festivals in Europa, Japan und Amerika eingeladen wird, nimmt die Kammermusik einen großen Raum in ihrem musikalischen Alltag ein. Sie spielt regelmäßig mit Künstlern wie Nelson Freire, Alexandre Rabinovitch, Mischa Maisky, Gidon Kremer und Daniel Barenboim. »Die Harmonie innerhalb einer solchen Gruppe von Menschen gibt mir ein starkes und friedvolles Gefühl«, sagt sie über diese Arbeit. Seit 1998 ist sie künstlerische Leiterin des Beppu-Festivals in Japan. 1999 rief sie den Internationalen Klavierwettbewerb und das Festival Martha Argerich in Buenos Aires ins Leben und 2002 den Progetto Martha Argerich in Lugano. Mit den Symphoniker Hamburg musizierte sie bereits von 40 Jahren.