Symphonie Nr. 101 D-Dur Hob. I:101 – »Die Uhr«

Das diesjährige Weihnachtskonzert endet mit Joseph Haydns Symphonie Nr. 101 in D-Dur, besser bekannt als »Die Uhr«, die 1794 entstand. Die Besetzung ist deutlich größer, umfasst nun auch Flöten, Oboen, Fagotte, Hörner, Trompeten und Pauken. Die Grundstimmung ist heiter — schließlich galt es für Haydn in erster Linie, die hö sche Gesellschaft zu unterhalten. Um zu verstehen, wie es zu dem (nicht von Haydn stammenden) Beinamen »Die Uhr« kam, muss man sich eine Standuhr vorstellen, in der ein Pendel schwingt. Die Begleitung im bekannten zweiten Satz, ein Andante mit einem hübschen variierten Thema, pendelt gewissermaßen hin und her. Originellerweise scheint die Uhr aber nicht exakt zu funktionieren, denn die eigentlich gleichmäßig geformte achttaktige Periode wird immer wieder durch einen neunten Takt ins Stolpern gebracht. Und einmal gibt es sogar eine echte Generalpause. Zuvor stellt Haydn ein Presto an den Symphoniebeginn, das mit einem Adagio-Teil eingeleitet wird. Dieser erste Satz kommt mit einem Thema aus und ist beinahe wie eine komische Oper expressiv und immer wieder überraschend gearbeitet. Das Menuett und das Finale, mit denen die Symphonie endet, stehen dieser Ausgelassenheit in nichts nach.
Joseph Haydn
Joseph Haydn

Historie

25.12.2017 - Weihnachtskonzert

Adrian Iliescu Musikalische Leitung und Violine

Werke von Vivaldi, Bach, Elgar und Haydn