© Artur Luczak

Kinderkonzertvorbereitungsseite

Juris Suche nach der Schicksalsmelodie

1. Kinderkonzert

So, 25.11.2018 11:00 und 14.30 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal

 

Musik: Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Jason Weaver Dirigent

Juri Tetzlaff Konzept und Moderation

Die Symphoniker Hamburg erforschen gemeinsam mit KiKA Moderator Juri Tetzlaff die 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Das Tatatataaaaaaa am Anfang des ersten Satzes ist eine der berühmtesten Melodien überhaupt und machte sogar als Handyklingelton Furore. Hinter der legendären Sinfonie steckt ein schweres Schicksal. Auf spielerische und unterhaltsame Weise lernen junge Zuhörer und ihre Begleiter den Menschen Ludwig van Beethoven kennen. Wie bekam die Schicksalssinfonie ihren Namen? Welches Schicksal hatte Ludwig van Beethoven? Eine spannende Entdeckungstour in die Welt der Musik mit einem der größten Hits der Klassik.

Hallo. Mein Name ist Ludwig van Beethoven.

Ich wurde am 17. Dezember 1770 in Bonn geboren. Mein Vater war zu der Zeit Musiker am Hof des Kurfürsten, ein möglicher Nachfolger des Königs, und erkannte schon früh meine musikalische Begabung. Er gab mir meinen ersten Klavierunterricht. Mit 12 Jahren erhielt ich Klavier- und Kompositionsunterricht bei Christian Gottlob Neefe, der mir auch bei meiner ersten Klavierkomposition half.

1786, als ich 16 Jahre alt war, reiste ich zum ersten Mal nach Wien. 1792 zog ich dann auch in meine Lieblingsstadt. In Wien bevorzugte ich Wohnungen mit guter Aussicht nahe der Innenstadt. Doch ich war sehr lärmempfindlich und launisch. Nach kurzer Zeit gefielen mir meine Wohnungen nicht mehr oder ich hatte Streit mit meinen Nachbarn. Ich zog wieder um. In Wien brachte ich es auf insgesamt 30 Wohnungen.

Leider wurde ich schon in jungen Jahren sehr krank. Seit meinem 29. Lebensjahr litt ich an einem Gehörleiden, sodass ich bald nicht mehr als Pianist und Klavierlehrer arbeiten konnte. Umso mehr beschäftigte ich mich mit der Komposition. Trotz völliger Taubheit, komponierte ich bis zum Ende meines Lebens weiter. Ich brachte es auf 9 Sinfonien, 5 Klavierkonzerte, 16 Streichquartette, 32 Klaviersonaten, 10 Violinsonaten, über 20 Variationswerke für Klavier u.v.m..

Hier bekommst du einen ersten Höreindruck von meiner 5. Sinfonie, 1. Satz. Viel Freude damit!

Und kennst du schon unseren Moderator im 1. Kinderkonzert namens Juri Tetzlaff? Hier kannst du einiges über ihn erfahren bevor du ihn am 25.11.18 live kennenlernst. 

Kleiner Tipp vorweg: jeweils direkt nach den Kinderkonzerten gibt Juri für euch eine Autogramm- und Selfiestunde im Eingangsbereich der Laeiszhalle.

© Jenny Sieboldt

Was bedeutet es für dich Konzerte für Kinder und ihre Familien zu moderieren? Wo liegen die Herausforderungen bei diesem Publikum?

Juri: Bei den Konzerten meiner Eltern habe ich mich zum Teil furchtbar gelangweilt. Das soll bei meinen Konzerten anders sein. Als junger Mensch hat man keine Lust eine Stunde da zu hocken und keinen Mucks zu machen. Deshalb gibt es in meinen Konzerten immer wieder die Möglichkeit sich zu bewegen und mitzumachen. Wenn man viel Phantasie hat kann man sich während der Musik tolle Geschichten ausdenken. Aber nicht jeder will oder kann das. Ich versuche die Musik mit kleinen Info-Häppchen und Anekdoten verständlicher zu machen. Wenn man weiß was gerade passiert und warum wird jedes Musikstück zum Abenteuer. Die Kunst ist es das richtige Mischungsverhältnis zu finden. Denn bei einem Konzert ist immer die Musik der Star.

Was würdest du Kindern und Eltern, speziell zum Thema Klassische Musik, gerne mit auf den Weg geben?

Juri: Musik soll einfach Spaß machen. Und am besten kann man klassische Musik im Konzert genießen. Wenn man sieht wie viele Profis es braucht, um einen bestimmten Klang zu erzeugen, dann hört man die Musik mit ganz anderen Ohren. Jedes Konzert ist ein einmaliges Gruppenerlebnis und ich freue mich über jeden der kommt, um es gemeinsam mit uns zu genießen.

Das stimmt natürlich, lieber Juri. Für ein richtig schönes Kinderkonzert in der Laeiszhalle brauchen wir unbedingt ganz viele MusikerInnen und natürlich ihre Instrumente. Im folgenden Video stellt euch unsere liebe Kollegin Jadwiga Hörömpö die Familie Streicher vor. Mal sehen ob ihr diese Instrumente im Kinderkonzert wiederentdeckt?

Zuletzt haben wir noch einen kleinen Geheimtipp für euch! Schaut euch unbedingt diese tolle Seite vom Beethoven Haus in Bonn an. Viel Freude beim Stöbern!

Wir freuen uns schon jetzt auf dieses spannende Konzert mit Beethovens 5. Sinfonie, Juri Tetzlaff, Jason Weaver, den Symphonikern Hamburg und natürlich ganz besonders auf euch!