Die amerikanische Sopranistin Jennifer Holloway hat sich in den vergangenen Jahren international als eine der führenden Sängerinnen des jugendlich-dramatischen Fachs etabliert. Mit ihren Erfolgen bei den Bayreuther Festspielen als Sieglinde 2025 und Adriano 2026 festigte sie ihre Position eindrucksvoll.
In der Saison 2026/27 gibt sie an der Brüsseler Oper La Monnaie / De Munt ihr Rollendebüt als Marie in Alban Bergs »Wozzeck« in einer Neuproduktion unter Alain Altinoglu und in der Regie von Christophe Coppens. An der Wiener Staatsoper singt sie Leonore in »Fidelio« – auch beim Gastspiel des Hauses in Monte Carlo – und kehrt als Salome in eine ihrer bislang erfolgreichsten Partien zurück. Als Salome ist sie zudem an der Oper Leipzig zu erleben. Wagners »Wesendonck-Lieder« interpretiert sie mit den Symphonikern Hamburg unter Sylvain Cambreling sowie in Straßburg unter Sebastian Weigle.
Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen ihre Rollendebüts als Vanessa in Samuel Barbers gleichnamiger Oper mit dem Boston Symphony Orchestra sowie als Adriano in der ersten »Rienzi«-Produktion in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Darüber hinaus sang sie Elsa in »Lohengrin« an der Oper Rom, Kundry in »Parsifal« an der Wiener Staatsoper und Salome beim WDR Sinfonieorchester sowie an der Lyric Opera of Chicago. Als Salome gastierte sie außerdem an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden und der Deutschen Oper Berlin.
Weitere wichtige Partien waren Chrysothemis in »Elektra«, Elisabeth in »Tannhäuser«, Sieglinde in »Die Walküre«, Senta in »Der fliegende Holländer«, Leonore in »Fidelio« und Ellen Orford in »Peter Grimes« an der Staatsoper Hamburg. Als Senta war sie auch an der Semperoper Dresden und der Bayerischen Staatsoper zu erleben, wo sie zudem Cassandre in »Les Troyens« sang. Konzertante Aufführungen der Sieglinde führten sie mit dem Orchestre de Paris unter Jaap van Zweden und unter Joana Mallwitz ins Wiener Konzerthaus.
Jennifer Holloway begann ihre Karriere als Mezzosopranistin und sang zunächst zentrale Mozart- und Händel-Partien wie Dorabella in »Così fan tutte«, Cherubino in »Le nozze di Figaro« und Idamante in »Idomeneo«, unter anderem am Teatro Real Madrid und an der Los Angeles Opera. Auch im Konzertfach ist sie regelmäßig zu erleben, etwa mit Zemlinskys »Lyrischer Symphonie«, Mozarts c-Moll-Messe und mehrfach mit Wagners »Wesendonck-Liedern«.
(Stand: 8/2026)
Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Hans Zender
1. Symphoniekonzert
Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal