Violinist
Maxim Vengerov gilt weltweit als einer der herausragendsten Musiker unserer Zeit und wird häufig als der bedeutendste lebende Streichinstrumentalist bezeichnet. Zudem genießt der Grammy-Preisträger genießt internationales Ansehen als Dirigent und zählt zu den gefragtesten Solisten weltweit.
Geboren 1974, begann er seine Karriere als Violin-Solist bereits im Alter von fünf Jahren. Mit zehn bzw. fünfzehn Jahren gewann er die internationalen Wettbewerbe Wieniawski und Carl Flesch. Er studierte bei Galina Tourchaninova und Zakhar Bron, machte seine erste Aufnahme im Alter von zehn Jahren und nahm anschließend umfangreich für renommierte Labels wie Melodiya, Teldec und EMI auf. Dafür erhielt er unter anderem einen Grammy Award sowie die Auszeichnung »Gramophone Artist of the Year«.
Im Jahr 2007 folgte er dem Vorbild seines Mentors, des verstorbenen Mstislav Rostropowitsch, und wandte sich verstärkt dem Dirigieren zu. 2010 wurde er zum ersten Chefdirigenten des Gstaad Festival Orchestra ernannt. Im Juni 2014 schloss Herr Vengerov sein Studium am Moskauer Ippolitow-Iwanow-Institut bei Professor Yuri Simonov mit einem Diplom der Exzellenz ab und absolvierte anschließend ein weiteres zweijähriges Programm im Bereich Operndirigieren.
In den letzten Jahren eröffnete er als Violinist unter anderem die Saison des Orchestra Filarmonica della Scala mit Riccardo Chailly sowie das Shanghai International Music Festival mit Christoph Eschenbach. Zudem feierte er 40 Jahre Bühnenjubiläum mit einem ausverkauften Konzert in der Royal Albert Hall, bei dem er sowohl Brahms’ Violinkonzert als auch das Doppelkonzert aufführte, und unternahm weltweite Rezitaltourneen. Seine Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag in der Saison 2024–2025 umfassten den Start seiner auf drei Spielzeiten angelegten »Perspectives«-Reihe in der Carnegie Hall. In mehr als zwölf Konzerten über drei Jahre hinweg tritt er dabei gemeinsam mit namhaften Künstlern wie Ivan Fischer, Evgeny Kissin, Yefim Bronfman, Alisa Weilerstein, Steven Isserlis, Tony Pappano und Martha Argerich auf.
Im Jahr 2020 wurde Maxim Vengerov der erste Solo-Artist in Residence von Classic FM und veröffentlichte eine neue Einspielung von Tschaikowskys Violinkonzert mit Dirigent Myung-Whun Chung und dem Orchestre Philharmonique de Radio France, ergänzt durch Werke von Saint-Saëns. Eine neue Live-Videoaufnahme des Tschaikowsky-Konzerts aus dem Konzert im Wiener Konzerthaus im November 2025 mit Maestro Chung und dem Tokyo Philharmonic Orchestra ist auf Maxim Vengerovs YouTube-Kanal sowie bei Mezzo und Medici verfügbar. Zudem entstand eine Liveaufnahme seines Carnegie-Hall-Rezitals aus dem Jahr 2018.
Da eine seiner größten Leidenschaften der Ausbildung und Förderung junger Talente gilt, bekleidete Herr Vengerov zahlreiche Lehrpositionen weltweit, unter anderem an der Universität Mozarteum Salzburg sowie am Royal College of Music und an der Royal Academy of Music in London. 2018 wurde er Goodwill Ambassador der Musica Mundi School, einer einzigartigen Institution zur Förderung junger Talente. Mit dem Ziel, den Zugang zur musikalischen Ausbildung zu demokratisieren, gründete er im Januar 2021 seine eigene Online-Plattform www.maximvengerov.com, die inzwischen Menschen in 170 Ländern erreicht und über 190 Millionen Kontakte verzeichnet. Die Programme des ersten Jahres umfassten Partnerschaften mit Musikhochschulen weltweit, das »Lottery Ticket«-Programm, eine Gastkünstler-Reihe, eröffnet mit Brett Yang von TwoSet Violin, sowie eine neue globale Community. Deren Initiativen beinhalten unter anderem ein weltweit führendes Mentoring-Programm, Projekte für ländliche Musikgemeinschaften und das »Musical Pen Pals«-Programm für Kinder.
Vengerov war Gegenstand zahlreicher Dokumentarfilme, darunter »Playing by Heart«, produziert von Channel Four Television und 1999 beim Cannes Television Festival gezeigt, sowie »Living the Dream«, der weltweit veröffentlicht wurde und 2008 den Gramophone Award für den besten Dokumentarfilm erhielt. Herr Vengerov erhielt zudem zahlreiche renommierte Stipendien und Ehrungen. 2012 wurde ihm eine Honorary Visiting Fellowship am Trinity College Oxford verliehen, und 2019 erhielt er einen Ehrendoktortitel des Royal College of Music London
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem der Grammy Award für die beste instrumentale Solodarbietung (mit Orchester) (2003), zwei Gramophone Awards (1994, 1995), ein Classical Brit Award (2004), fünf Edison Classical Music Awards (1995, 1996, 1998, 2003, 2004), zwei ECHO Awards (1997, 2003) sowie der Crystal Award des World Economic Forum (2007), mit dem Künstler geehrt werden, die ihre Kunst zur Verbesserung der Welt eingesetzt haben. Darüber hinaus wurde ihm der Ordre du Chevalier vom Palast in Monte Carlo verliehen, wo er heute lebt.
Er spielt unter anderem die ex-Kreutzer-Stradivari von 1727.
(02/2026)
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