Mikhail Pletnev

Mikhail Pletnev


»Worauf kommt es ihm an? Natürlichkeit, Spontaneität und Effizienz: So bestimmt er seine Koordinaten.« (Die Welt)

Wenn es einen Pianisten gibt, der sich nicht um Konventionen, Schulen und Erwartungen schert, dann ist es Mikhail Pletnev. Das Publikum liebt ihn dafür und weiß, dass es in Pletnevs Konzerten auch altbekannte Werke so frisch und überraschend zu hören bekommt, als würden sie zum allerersten Mal gespielt. Pletnev – seines Zeichens auch Dirigent – gehört zu den intellektuellsten Interpreten seiner Zeit. Doch nichts läge ihm ferner als akademische Trockenheit. Seine unabhängigen Interpretationen sind immer wieder aufs Neue mitreißend, virtuos, herausfordernd und aufregend.

1957 im russischen Archangelsk geboren, zeigte Mikhail Pletnev früh Talent. Im Alter von nur dreizehn Jahren begann er am Moskauer Konservatorium zu studieren. In der russischen Hauptstadt gewann er 1978 den ersten Preis des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs. Seither konzertiert er als Solist sowie gemeinsam mit den international bedeutendsten Orchestern und Dirigent:innen. 2022 gründete Pletnev in Bratislava das »Rachmaninoff International Orchestra« mit Musiker:innen aus Russland, der Slowakei, Österreich und der Ukraine.

Seit 1993 nimmt Pletnev für die Deutsche Grammophon auf. Seine Einspielungen wurden wiederholt ausgezeichnet. Zudem findet Pletnevs kompositorisches Schaffen weltweit Anerkennung. 1998 wurde die Uraufführung seines Bratschenkonzerts mit Yuri Bashmet als Solist von Publikum und Presse enthusiastisch gefeiert. Pletnevs Klaviertranskriptionen der Ballett-Suiten »Der Nussknacker« und »Dornröschen« von Tschaikowsky haben sich längst im Repertoire internationaler Meisterpianist:innen etabliert.