Shinichi Furuya ist Forschungsleiter bei Sony Computer Science Laboratories Inc. (Tokio), Direktor des NeuroPiano Institute und außerordentlicher Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Nach seinem Studium des Maschinenbaus, der Biomechanik und der motorischen Neurowissenschaften an der Osaka University (Japan) war er an der University of Minnesota (USA), der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Deutschland) und der Sophia University (Japan) tätig. Er erhielt ein Postdoktorandenstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, das Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Susanne-Klein-Vogelbach-Preis für die Erforschung des menschlichen Bewegungsapparats. Sein Forschungsziel ist es, Musiker:innen dabei zu unterstützen, die körperlichen Grenzen musikalischer Kreativität zu überwinden und Verletzungen durch das Üben vorzubeugen. Zu diesem Zweck hat er neuroplastische und biomechanische Mechanismen untersucht, die dem Erwerb, der Verfeinerung, dem Verlust und der Wiederherstellung sensomotorischer Fähigkeiten bei der musikalischen Darbietung zugrunde liegen. Er war außerdem Organisator und Gründer des von Sony CSL veranstalteten Klavierakademie-Programms (Music Excellence Program), das junge Klaviertalenten mit einem hochmodernen Sportprogramm und technologischer Unterstützung begleitet. Sein Sportprogramm einschließlich seines körperlichen Coachings wurde an verschiedenen Musikhochschulen angeboten, darunter an der HMTM Hannover, der Universität Mainz, der Folkwang Universität der Künste, der Hamamatsu Piano Academy, der Toho Gakuen School of Music, der Kyoto City University of Arts und dem Tokyo College of Arts.
Weiter Informationen unter https://www.neuropiano.org/mep/en
Im Gehirn und Körper von Pianist:innen am Beispiel von Martha Argerich. Vortrag in englischer Sprache von Shinichi Furuya (Sony CSL / NeuroPiano)
Martha Argerich Festival 2026
Laeiszhalle Hamburg, Studio E (Einlass über den Bühneneingang)