Von Miriam Holzapfel
Der Himmel geht über allen auf – auch und gerade über den Sängerinnen des MovINg Music Projekts in Schnelsen. Der Himmel geht über allen auf, das ist ein einfaches Lied mit großer Sogwirkung, acht Takte nur. Und doch mag man kaum mehr aufhören, hat man einmal angefangen, es zu singen. Und natürlich löst das Singen wieder Gedanken und Gefühle aus: „Es ist so schön, dass mir fast die Tränen kommen“, sagt eine Teilnehmerin. Zugleich ist es entlastend, auf nur eine Sache zu hören, sich einzulassen auf nur eine Beschäftigung, das Singen – anstatt mit Augen und Ohren und mit den Gedanken bei mehreren Dingen zugleich zu sein, wie so oft im Alltag. Allerdings muss man das auch aushalten können, das Einlassen auf die Musik und auf alle Gefühle, die dabei entstehen. Die Oboistin Freya Linea Obijon von den Symphonikern erzählt davon: „Man hat ja immer eine Idee davon, was man ausdrücken möchte, wenn man spielt. Man spielt nicht einfach nur so. Gerade bei Kammermusik wendet man viel Energie auf und zeigt den Menschen auch etwas von sich selbst“.
