Sprecherin
Annie Dutoit-Argerich ist Schauspielerin, Produzentin und Fernsehmoderatorin.
Sie bereitet derzeit die Aufführung des Stücks »Ernest & Victoria« vor, inspiriert durch die Korrespondenz zwischen der argentinischen Intellektuellen Victoria Ocampo und dem berühmten Schweizer Dirigenten Ernest Ansermet. Das Stück wird im Juni 2024 im neuen
Mehrzwecksaal von Genf, La Cité Bleue, uraufgeführt. Im selben Theater wird im November die französische Premiere von »Qui est Clara Wieck« stattfinden, einem Stück von Betty Gambartes und Diego Vila, das Annie Dutoit-Argerich 2023 auf Spanisch im Teatro San Martín in Buenos Aires inszeniert hat. Dieses Stück war ein durchschlagender Erfolg und spielte 105 Vorstellungen vor ausverkauftem Haus. Für ihre Darstellung der Clara Wieck wurde Annie Dutoit-Argerich als Beste Schauspielerin bei den beiden renommiertesten Theaterpreisen Argentiniens nominiert.
Im Januar 2024 unternahm sie eine Tournee mit 18 Konzerten in der Romandie zusammen
mit dem Orchestre de la Suisse Romande, bei der sie als Erzählerin in einer Bühnenadaption
von »Cabot Caboche« von Daniel Pennac, begleitet von der Originalmusik von Karol Beffa,
auftrat. Während dieser Tournee trat sie mehrfach in der Victoria Hall in Genf auf.
Sie moderiert auch eine Interviewreihe für den deutsch-französischen Kultursender ARTE. Diese Sendung, bekannt als »Concert Privé«, stellt große Namen der klassischen Musik durch Kammermusikkonzerte und intime Gespräche bei den Künstlern zuhause vor. Bisher wurden Interviews mit Daniel Barenboim, Martha Argerich, Mischa Maisky und Gidon Kremer geführt. Sie ist außerdem Moderatorin einer erfolgreichen Opernserie auf dem YouTube-Kanal des renommierten Teatro Colón in Buenos Aires. Im Jahr 2021 war sie auch Live-Moderatorin für Mezzo TV und Mezzo HD: Sie präsentierte unter anderem die Eröffnung des Verbier Festivals, eine Sondervorstellung des Chantilly Festivals und das Eröffnungskonzert der Saison des Orchestre Symphonique de Montréal. Diese Auftritte wurden in 70 Ländern ausgestrahlt.
Nach dem Erwerb des klassischen Maturitätszeugnisses (Griechisch/Latinum) in der Schweiz setzte Annie Dutoit-Argerich ihr Studium in den USA fort, wo sie Journalismus, Vergleichende Literaturwissenschaft und Französische Philologie in Princeton und Columbia studierte. Nach ihrer Promotion in Literatur begann sie eine bedeutende akademische Karriere in den USA, bevor sie sich entschied, sich ihrer wahren Leidenschaft zu widmen: den darstellenden Künsten.
Sie hat auch an verschiedenen Öffentlichkeitsarbeit- und Aufklärungsveranstaltungen sowie
Aufführungen zum Holocaust mitgewirkt. 2015 las sie Texte von Überlebenden der
Konzentrationslager und von Opfern der Atombombe in Hiroshima und Tokio vor dem Kaiser
von Japan anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes. Kürzlich trat sie bei der UNESCO zum Internationalen Holocaust-Gedenktag auf und arbeitete mit der Auschwitz-Stiftung an mehreren Projekten, darunter einem Bildungsdokumentarfilm über die Spuren der Shoah in Polen.
Annie Dutoit-Argerich hat Werke von Milhaud, Liszt, Saint-Saëns, Strawinsky, Cage, Satie,
Honegger und Prokofjew in internationalen Sälen in Europa, Japan, China, Südkorea,
Argentinien und Israel aufgeführt, wobei sie Text und Musik miteinander verband. Zu ihren
bevorzugten Werken zählt »L’Histoire du soldat« von Strawinsky, das sie 2019 unter der
Leitung von Charles Dutoit in der Originalfassung von Ramuz sowie 2022 am Teatro Colón in Buenos Aires in einer spanischen Übersetzung zusammen mit Joaquin Furriel und Peter
Lanzani, zwei der größten argentinischen Schauspieler, aufführte. Sie spielte auch die Rolle der Jeanne d'Arc im berühmten Oratorium von Arthur Honegger und Paul Claudel im Teatro Colón 2023. Zudem nahm sie »Karneval der Tiere« von Saint-Saëns, zu einem Text von Francis Blanche zusammen mit Antonio Pappano und Martha Argerich auf, das im September 2017 bei Warner Classics veröffentlicht wurde.
Annie Dutoit-Argerich spricht fließend Französisch, Englisch und Spanisch.
Annie Dutoit, David Kadouch, Edgar Moreau, Raphaëlle Moreau, Jérémie Moreau, Sandrine Piau, Bustan Abraham Quartet u. a.
Martha Argerich Festival 2026
Mojo Club, Reeperbahn 1, 20359 Hamburg