Lyda Chen
Foto: Bernard Rosenberg

Bratschistin

Lyda Chen


Die in Genf geborene Lyda Chen studierte zunächst Violine am Genfer Konservatorium bei Ayla Erduran. Während ihres Aufenthalts am Zentralen Musikkonservatorium in Peking nahm sie Unterricht bei Lin Yao Ji. Nach ihrer Rückkehr aus China studierte sie Rechts- und Geisteswissenschaften an der Universität Genf und erwarb einen Abschluss in Jura. Später entdeckte sie viele Affinitäten zur Bratsche und ihrem Repertoire. Als Autodidaktin begann sie, mit verschiedenen Kammermusikgruppen aufzutreten, besuchte die Streichquartettklasse von Gábor Takács-Nagy und vervollkommnete später ihre Studien bei Marie-Françoise Pallot vom Konservatorium Boulogne. Einige musikalische Begegnungen mit ihrer Mutter Martha Argerich ebneten ihr den Weg zu weiteren musikalischen Erfahrungen und Auftritten mit vielen großen Künstlern. Sie spielte beim Verbier Festival, La Roque D'Anthéron, Viviers, La Folle Journée de Nantes, Chambéry, den Salzburger Festspielen, dem Progetto Argerich in Lugano und dem Martha Argerich Festival Hamburg. Sie spielte Kammermusikkonzerte in der Sumida Triphony Hall in Tokio, im Teatro Colón, im Salle Pleyel, im Salzburger Mozarteum, im Shanghai Grand Theater, im Guangzhou und Nanjing National Theatre. Als Solistin trat sie in der Tonhalle Zürich, im Teatro El Círculo und Teatro San Juan in Argentinien sowie in der Singapur Esplanade auf. Sie hat als Gast in verschiedenen Orchestern wie New Japan Philharmonic, Orchestra della RSI, China All-Star Orchestra, West-Eastern Divan Orchestra und Shanghai Symphony Orchestra gespielt. Seit 2014 hatte sie die Gelegenheit, sowohl als Solistin als auch als Dirigentin in Frankreich und China aufzutreten. Sie wurde zu Rezitalen und Meisterkursen für Viola und Kammermusik an Konservatorien in Spanien, China, der Schweiz, Lateinamerika und Kasachstan eingeladen. Lyda Chen Argerich hat die ARCH Academy gegründet, die in den Jahren 2023 und 2024 multidisziplinäre Projekte in China, Südkorea, Europa und Lateinamerika durchführte. Zu den EMI-Aufnahmen des Lugano Festivals gehören Beethoven-, Dvořák-, Schumann-, Fauré-Quartette sowie Franck- und Schostakowitsch-Quintette mit Partnern wie Ivry Gitlis, Mischa Maisky, Martha Argerich und Gabriela Montero.