Timothy Ridout

Bratschist

Timothy Ridout


The Guardian beschreibt Timothy Ridout als einen „seltenen Musiker, der selbst einen Pappkarton zum Singen bringen könnte“. International wird er für seine unverwechselbare Musikalität und seine eindrucksvolle künstlerische Persönlichkeit geschätzt.

Timothy Ridout gastiert regelmäßig bei führenden Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem hr-Sinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie, dem Philharmonia Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre de Paris, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe. Er arbeitet mit renommierten Dirigent:innen wie Sir Simon Rattle, Sakari Oramo, Sir András Schiff, Sir Mark Elder, Hannu Lintu, Andrew Manze, Jonathan Darlington, Martyn Brabbins, Donald Runnicles, Sylvain Cambreling und Kazuki Yamada zusammen.

Zu den Höhepunkten seiner Konzertsaison 2026/27 zählen Vaughan Williams’ »Suite« mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Thomas Søndergård, Bacewicz’ Violakonzert mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra und dem Norrlandsoperan Symphony Orchestra, Mozarts Klarinettenkonzert mit den Symphonikern Hamburg, Hillborgs Violakonzert mit der Tapiola Sinfonietta, Kurtágs »Movement« mit dem Gulbenkian Orchestra sowie Berlioz’ »Harold in Italien« mit dem Scottish Chamber Orchestra. Weitere Konzertprojekte umfassen Mozarts »Sinfonia Concertante« gemeinsam mit Janine Jansen, zum einen mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Ryan Bancroft, zum anderen mit dem Lucerne Symphony Orchestra unter Michael Sanderling.

Als engagierter Fürsprecher zeitgenössischer Musik brachte Timothy Ridout 2024 Mark Simpsons Violakonzert »Hold Your Heart in Your Teeth« mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Robin Ticciati in der Berliner Philharmonie zur Uraufführung. In der vergangenen Saison folgten die jeweiligen nationalen Erstaufführungen in der Schweiz und den Niederlanden. Zudem war er bereits zweimal bei den BBC Proms zu erleben, gemeinsam mit dem BBC Symphony Orchestra und mit Ensemble Resonanz.

In dieser Saison leitet er vom Instrument aus Konzerte mit dem Münchener Kammerorchester in der Wigmore Hall, mit der Academy of St Martin in the Fields, der Kremerata Baltica und der Manchester Camerata. Als Artist in Residence beim De Valette Chamber Orchestra gestaltet er Programme in Valletta und Brüssel.

Als hochgeschätzter Kammermusiker tritt Timothy Ridout in bedeutenden Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Wiener Musikverein, dem Seoul Arts Center und der Alice Tully Hall in New York auf. Regelmäßig ist er bei internationalen Festivals zu Gast, darunter Verbier, Salzburg, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Rheingau Musik Festival, der Kissinger Sommer, Solsberg, Klosters, Evian, das Beethoven Easter Festival und La Jolla. Zu seinen kommenden Kammermusikprojekten zählen Kooperationen mit Benjamin Grosvenor, Kian Soltani, Hyeyoon Park, Federico Colli, Frank Dupree, Lucie Horsch, Martha Argerich, Mischa Maisky und Janine Jansen.

Als Associate Artist der Wigmore Hall tritt Timothy Ridout in dieser Saison mit Sol Gabetta, Hana Chang, Jonathan Ware, dem Doric String Quartet, Adam Walker und Anneleen Lenaerts auf. Zudem kuratiert er dort einen ganzen Tag, der der Viola gewidmet ist und die außergewöhnliche Vielseitigkeit des Instruments und seines Repertoires in den Mittelpunkt stellt. Als Junge-Wilde-Künstler am Konzerthaus Dortmund präsentiert er ein Solorecital. Weitere Engagements umfassen Tourneen mit der Chamber Music Society of Lincoln Center sowie Auftritte beim Kaohsiung Festival in Taiwan, bei Viola Space in Japan und beim Z+ Festival in Shanghai.

Timothy Ridout ist Exklusivkünstler bei Harmonia Mundi. Sein jüngstes Album »Alto Appassionato«, eingespielt mit dem Pianisten Jonathan Ware, widmet sich der facettenreichen französischen Musik des 20. Jahrhunderts. Für sein Soloalbum mit Werken von Telemann, Bach, Britten und Caroline Shaw erhielt er den BBC Music Magazine Instrumental Award 2026 sowie den Opus Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres 2025. 2024 veröffentlichte er ein Album als Hommage an den bedeutenden Bratschisten Lionel Tertis. 2023 wurde er mit einem Gramophone Award für seine Aufnahme von Elgars Cellokonzert in der von Lionel Tertis erstellten Fassung für Viola ausgezeichnet, eingespielt mit dem BBC Symphony Orchestra unter Martyn Brabbins. Seine umfangreiche Diskografie umfasst außerdem Werke von Prokofjew, Britten, Schumann, Vaughan Williams, Hindemith und Martinů in Zusammenarbeit mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Orchestre de Chambre de Lausanne sowie den Pianisten Frank Dupree und James Baillieu.

Timothy Ridout studierte an der Royal Academy of Music und an der Kronberg Academy und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Dazu zählen Erste Preise bei der Lionel Tertis International Viola Competition und der Cecil Aronowitz International Viola Competition. Er war BBC New Generation Artist und Fellow des Borletti-Buitoni Trust. 2023 erhielt er den Young Artist Award der Royal Philharmonic Society und war der erste Preisträger des von den Symphonikern Hamburg verliehenen Sir-Jeffrey-Tate-Preises. Zudem ist er Alumnus des renommierten Bowers Program der Chamber Music Society of Lincoln Center.

Timothy Ridout spielt eine Viola von Peregrino di Zanetto aus der Zeit um 1565 bis 1575, die ihm großzügigerweise von einem Förderer der Beare’s International Violin Society zur Verfügung gestellt wird.

(Stand: 09/2026)

Konzerte mit Timothy Ridout

1. Morgen Musik  – »Magie der Melodie« I

Timothy Ridout | Sylvain Cambreling

Mozart Klarinettenkonzert für Viola und 32. Symphonie G-Dur und 40. Symphonie g-Moll


1. Morgen Musik – »Magie der Melodie« I

So, 29.11.2026 11:00 Uhr

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal