Foto: Daniel Dittus

Martha Argerich Festival Hamburg 2026

Vom 20. bis 30. Juni 2026 laden die Symphoniker Hamburg zum Martha Argerich Festival Hamburg ein. Seit 2018 ist die Laeiszhalle für zehn Tage im Juni ein einzigartiger Ort der musikalischen und menschlichen Begegnung, ein Forum für künstlerischen und kulturellen Austausch mit Werkstattcharakter. Das Festival stellt damit erfolgreich das Potenzial der traditionsreichen Konzerthalle für Festivals mit internationaler Ausstrahlung unter Beweis. In der achten Festival-Ausgabe ist ein musikalisches Programm zu erleben, das nicht nur herausragende Klassik, sondern auch Jazz und fernöstliche Theater und Musikkultur bietet. Besonderes Highlight sind in diesem Jahr alle Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, die Martha Argerich mit dem Star-Geiger Maxim Vengerov über fünf Abende gestaltet – eine einzigartige Gelegenheit, dieses Projekt, das beide 2027 in der New Yorker Carnegie Hall präsentieren werden, in Europa zu erleben. Auch 2026 unternimmt das Festival zwei Abstecher und ist für einen symphonischen Konzertabend und einen interdisziplinären Abend zwischen Lied und Fusion Music zu Gast in der Elbphilharmonie bzw. im Mojo Club auf der Reeperbahn.

Alle Konzerte des Martha Argerich Festivals 2026 auf einen Blick

 

Beim Martha Argerich Festival stehen auch in diesem Jahr die Begegnungen im Mittelpunkt: von Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Genres, von unterschiedlichen Kunstgattungen zwischen Jazz und Klassik, von großem und kleinem Format, von europäischen und nicht-europäischen Traditionen. Zum »Rendezvous« hat Martha Argerich in diesem Jahr unter anderem Mischa Maisky, Michael Volle, Mikhail Pletnev, Magdalena Kožená, Shōnosuke Ōkura, Edgar Moreau, Stephen Kovacevich, Maxim Vengerov, Gil Shaham, Haggai Cohen-Milo, Zhang Jun sowie Freund:innen, Schüler:innen, Familienmitglieder und die Symphoniker Ham burg mit ihrem Chefdirigenten Sylvain Cambreling eingeladen – ein Festival, das in seiner Kombination von Weltstars und aufstrebenden Talenten, von klassischer Musik und anderen Kunstformen einzigartig in der deutschen Festival-Landschaft ist.

Höhepunkte

Das Festival eröffnet am 20. Juni mit der traditionellen »Opening Night« im Großen Saal der Laeiszhalle. Martha Argerich begrüßt hier unter anderem Michael Volle und Mischa Maisky so wie im dritten Teil Haggai Cohen-Milo. Gleichzeitig ist das Eröffnungskonzert Auftakt eines der Festival-Highlights: eines Zyklus mit allen Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, die Martha Argerich gemeinsam mit dem Star-Geiger Maxim Vengerov gestaltet. Der Zyklus ist auf fünf Konzertabende verteilt (20. sowie 27. –30. Juni) – jeweils in ganz unterschiedlichen Programmkonstellationen – und erlaubt so, Beethovens Meisterwerke in vielfältigen Bezugsrahmen zu erleben, von japanischem Nō-Theater über Jazz bis hin zu klassischen Kontexten.

Das 10. Symphoniekonzert der Symphoniker Hamburg, die in diesem Jahr bei zahlreichen Festivalkonzerten mitwirken, wurde in das Programm aufgenommen. Alle Gäste des Konzerts am 21. Juni kommen in den Genuss eines zusätzlichen Programmpunktes: Neben den ursprünglich geplanten Werken von Johannes Brahms und Béla Bartók mit Gil Shaham und Dai Miyata als Solisten wird es einen eingeschobenen zusätzlichen Teil geben mit Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll, interpretiert von Martha Argerich. 

Mit dem Abstecher »Lieder ohne Grenzen« am 24. Juni setzt das Festival eine Tradition fort, die es seit 2024 pflegt: Konzerte in überraschenden Locations. Das Programm mit Liedern von Franz Schubert, Richard Strauss, Arnold Schönberg und Alban Berg, die auf Fusion Music mit dem Bustan Abraham Quartett im zweiten Teil treffen, findet im Mojo Club auf der Reeperbahn statt – ein Ort, den das Festival 2024 erfolgreich bespielte.

Wiederkehrendes Element im Programm ist neben der Begegnung unterschiedlicher musikalischer Stile auch die Begegnung vielfältiger kultureller Traditionen. Ein besonderer Fokus liegt hier in diesem Jahr auf der japanischen Theater und Musiktradition, die an zwei Abenden (27. und 29. Juni) im Dialog mit Beethoven zu erleben ist.

Beim Abschlusskonzert am 30. Juni steht wie schon beim Festivalauftakt die Begegnung zwischen Kammermusik, Symphonik und neuem Jazz im Mittelpunkt. Neben Werken von unter anderem Ludwig von Beethoven ist im Rahmen von »Gravitations: Mahler« neuer Jazz inspiriert von Gustav Mahlers »Lied von der Erde« zu erleben. Das Projekt mit Haggai Cohen-Milo, das bereits 2025 im Kleinen Saal der Laeiszhalle zu Gast war, wird im Rahmen des Abschlusskonzertes in einer neuen Fassung mit Zhang Jun, einem Meister der chinesischen Kunqu Oper, aufgeführt und setzt das Thema der Begegnung zwischen westlichen und fernöstlichen Kulturformen fort.

An jedem Tag vom 22. bis 26. Juni finden jeweils um 12:30 Uhr Lunchkonzerte im Brahms-Foyer der Laeiszhalle statt. Wie üblich bei freiem Eintritt – die Platzkapazitäten sind begrenzt.

Statements

Martha Argerich: »Ich bin glücklich, dass ich nach Hamburg in die wunderbare Laeiszhalle zu rückkehren darf – ein Konzertsaal, der einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Ganz besonders freue ich mich auf die Beethoven-Violinsonaten mit Maxim Vengerov. Nur in diesem besonderen Festival-Kontext ist eine Umsetzung der Sonaten im Dialog mit anderen Werken und Kulturen möglich.«

Intendant Daniel Kühnel: »Wir sind dankbar, dass wir gemeinsam mit Martha Argerich dieses Festival bereits zum achten Mal ausrichten dürfen. Vor allem schulden wir Martha Dank für ihr vorbehaltloses Vertrauen. Sie stellt sich mit großer Offenheit jeder neuen künstlerischen Idee, die wir ihr präsentieren – egal wie verrückt diese zunächst erscheint. Das ist ein großes Geschenk für uns und an Hamburg.«