2. VielHarmonie-Konzert
Paweł Kapuła Dirigent
Szymon Nehring Klavier
Frédéric Chopin Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
*** Pause ***
Felix Mendelssohn Bartholdy Symphonie Nr. 5 D-Dur op. 107 – »Reformationssymphonie«
Zwei Werke, zwei musikalische Welten – und doch verbindet sie eine gemeinsame Geschichte: In der Laeiszhalle treffen Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 1 und Felix Mendelssohn Bartholdys »Reformationssymphonie« aufeinander. Am Pult steht Paweł Kapuła, am Klavier ist Szymon Nehring zu erleben. Beide Künstler gehören zu den herausragenden Musikern ihrer Generation und haben die Symphoniker Hamburg bereits mehrfach mit ihrem Können überzeugt. Nun begegnen sie sich erstmals als Team im Großen Saal der Laeiszhalle.
Den Auftakt macht Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 1. Chopin, der wie Mendelssohn Bartholdy zu den prägenden Komponisten des 19. Jahrhunderts zählt, verbindet darin virtuose Brillanz mit einer ganz eigenen, poetischen Klangsprache. Der diesjährige Sir-Jeffrey-Tate-Preisträger Szymon Nehring, international für seine ausdrucksstarken Interpretationen und seine technische Souveränität gefeiert, lässt die Klaviatur zum Leuchten bringen: Tastenzauber pur.
Nach der Pause folgt ein Werk mit bewegter Entstehungsgeschichte: Felix Mendelssohn Bartholdys Symphonie Nr. 5, die den Beinamen »Reformationssymphonie« trägt. Sie entstand anlässlich des 300. Jahrestags der Confessio Augustana – eigentlich als zweite Symphonie des Komponisten – und greift mit musikalischen Zitaten unmittelbar auf die protestantische Tradition zurück. Mendelssohn Bartholdy selbst stammte aus einer jüdischen Familie, wurde christlich erzogen und als Kind protestantisch getauft – eine biografische Konstellation, die der »Reformationssymphonie« eine besondere historische und gesellschaftliche Dimension verleiht. Dass das Werk erst nach seinem Tod als »Symphonie Nr. 5« gedruckt wurde, erklärt die scheinbar widersprüchliche Nummerierung.
Ein Konzertabend zwischen romantischer Virtuosität und geistlicher Klangtradition – mit zwei herausragenden Gastkünstlern und den Symphonikern Hamburg im Großen Saal der Laeiszhalle.
Einführungsveranstaltung Dr. Angela Beuerle führt 60 Minuten vor diesem Konzert in das Programm ein. Der Eintritt ist für Konzertbesucher:innen frei! Die Einführungsveranstaltung findet im Studio E der Laeiszhalle (Zugang über den Künstlereingang) statt und dauert etwa 30 Minuten.