International geschätzt für sein einfühlsames musikalisches Gespür und seine mitreißenden Interpretationen, hat David Afkham kürzlich seine gefeierte Amtszeit als Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Orquesta y Coro Nacionales de España (2019–2026) beendet, nachdem er 2014 zunächst zum Principal Conductor ernannt worden war. In Anerkennung seiner herausragenden künstlerischen Leitung des spanischen Nationalorchesters wurde Afkham mit dem Orden »Civil de Alfonso X el Sabio« ausgezeichnet, einer der höchsten zivilen Auszeichnungen Spaniens in den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft. Sie würdigt seinen außergewöhnlichen Beitrag zu Orchester und Chor sowie seine Rolle bei der Prägung deren künstlerischen Profils über zwölf Jahre hinweg.
Afkhams internationale Karriere hat ihn ans Pult vieler der weltweit führenden Orchester geführt, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das hr-Sinfonieorchester, die Wiener Symphoniker, das Orchestre National de France, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, das Swedish Radio Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic und das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie das Chamber Orchestra of Europe, die Staatskapelle Dresden, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Mahler Chamber Orchestra.
Bei regelmäßigen Auftritten in Nordamerika hat Afkham viele der führenden Ensembles des Kontinents geleitet, darunter The Cleveland Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das Boston Symphony Orchestra in Tanglewood, das San Francisco Symphony, das St. Louis Symphony Orchestra, das Los Angeles Philharmonic, The Philadelphia Orchestra, das Minnesota Orchestra und das Pittsburgh Symphony Orchestra.
Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 zählt Afkhams Debüt bei den BBC Proms mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España in einem Programm, das sich ganz dem spanischen Repertoire widmet. Zum Ensemble kehrt er zudem für zwei weitere Projekte zurück, ebenso zum San Francisco Symphony, zum St. Louis Symphony Orchestra, zum Seattle Symphony und zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, bei denen er in den vorangegangenen Spielzeiten bereits erfolgreich debütiert hat. Debüts führen ihn zum Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, darunter Konzerte im Amsterdamer Concertgebouw und in Utrecht, zum Barcelona Symphony Orchestra, zum Baltimore Symphony Orchestra und zum National Polish Radio Symphony Orchestra (NOSPR), wo er die Uraufführung eines neuen Orgelkonzerts von Sebastian Fagerlund dirigieren wird. Darüber hinaus wird Afkham zwei Projekte mit den Symphonikern Hamburg leiten.
Zu den jüngsten Operhighlights zählen Strauss' »Elektra« an der Deutschen Oper Berlin, »Daphne« in konzertanter Aufführung mit der Seattle Opera, Produktionen von Beethovens »Fidelio« und Strauss' »Arabella« an der Semperoper Dresden und am Teatro Real Madrid sowie eine Neuproduktion von Mozarts »Die Zauberflöte« beim Festival Santander unter der Regie von Rolando Villazón. Afkham hat zudem Wagners »Der fliegende Holländer« an der Staatsoper Stuttgart, Humperdincks »Hänsel und Gretel« an der Oper Frankfurt, Verdis »La traviata« beim Glyndebourne Festival Opera und Ginasteras »Bomarzo« am Teatro Real dirigiert. Seine Arbeit mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España umfasste gefeierte halbszenische Aufführungen bedeutender Werke, darunter Wagners »Tristan und Isolde«, Strauss' »Elektra« und »Salome« sowie Bartóks »Bluebeard's Castle« (dt. »Herzog Blaubarts Burg«).
David Afkham wurde in Freiburg geboren und erhielt bereits früh Klavier- und Violinunterricht. Er studierte Klavier, Musiktheorie und Dirigieren an der Hochschule für Musik Freiburg, bevor er sein Studium an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar fortsetzte. Er war der erste Empfänger des Bernard Haitink Fund for Young Talent und assistierte Maestro Haitink bei bedeutenden Projekten, darunter vollständige sinfonische Zyklen mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem London Symphony Orchestra. Von 2009 bis 2012 war er Assistant Conductor des Gustav Mahler Jugendorchesters.
Afkham gewann 2008 den ersten Preis bei der Donatella Flick Conducting Competition in London und war 2010 der erste Empfänger des Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award.
(Stand: Saison 2026/27)
Johannes Brahms, Unsuk Chin und Ludwig van Beethoven
3. Symphoniekonzert
Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
R. Strauss »Vier letzte Lieder«, Mozart »Jupiter«-Symphonie u. a.
4. Morgen Musik – »Magie der Melodie« IV
Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal