1. Morgen Musik – »Magie der Melodie« I
Foto: Radovan Subin

1. Morgen Musik – »Magie der Melodie« I

Jiří Rožeň, Josef Špaček – Dvořák, Brahms, Martinů

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
So, 24.11.2024 11:00 Uhr Tickets

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»Wir leben immer nur für die Zukunft, ewiges Stimmen und nie beginnt das Konzert.« Ludwig Börne (1786–1837)

Jiří Rožeň Dirigent

Josef Špaček Violine

Antonín Dvořák Prager Walzer B 99

Antonín Dvořák Violinkonzert a-Moll op. 53

Johannes Brahms Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81

Bohuslav Martinů Symphonie Nr. 6 H. 343 – »Fantaisies symphoniques«

Ein Abend so recht aus dem Ursprungsland der Elbe – bis hin zum gebürtigen Prager Jiří Rožeň am Pult und dem Ausnahmegeiger Josef Špaček, ehemals jüngster Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie. Es beginnt mit leichter Muse, die Antonín Dvořák als Bratscher in der Kapelle des Tanzkomponisten Karel Komzák kennen- und lieben gelernt hatte. Als Anfang 1879 ein Artikel erschien, der den ziemlich mickrigen Zustand der zeitgenössischen Tanzmusik anprangerte, lud der Ausschuss der berühmten »Národní beseda« in Prag führende tschechische Komponisten ein, den Verfasser eines Besseren zu belehren. Dvořák kam der Aufforderung mit Vergnügen nach und spendierte mit seinen »Prager Walzern« weitaus mehr als Gebrauchsmusik zum Tanzen.

Sein Violinkonzert a-Moll von 1879 sah er schon im Triumph der Uraufführung durch Joseph Joachim, dem das Konzert gewidmet ist; hatte jener doch soeben erst einige Kammermusikwerke Dvořáks gespielt. Überraschenderweise nahm Joachim das Konzert kritisch entgegen und schlug verschiedenste Änderungen vor, die Umarbeitungen über einen Zeitraum von etwa drei Jahren nach sich zogen. Am Ende sollte Joachim das Werk nie spielen, das 1883 seine Uraufführung in Prag durch den herausragenden jungen Virtuosen František Ondříček erlebte.

Dvořáks Violinkonzert war sicherlich von Johannes Brahms beeinflusst, der 1878 selbst ein Violinkonzert komponiert hatte. Unmittelbar darauf folgte dessen »Tragische Ouvertüre« (Brahms war zeit seines Lebens mit dem Titel nicht glücklich). Sie ist das Gegenstück zu der fast zeitgleich entstandenen »Akademischen Festouvertüre« und verweist in ihrem Gestus bereits auf die Spätwerke des Komponisten.

Alle sechs Symphonien Bohuslav Martinůs entstanden zwischen 1942 und 1953, während der amerikanischen Exil-Jahre des Komponisten. Nur die Sechste, später in »Fantaisies symphoniques« umgetauft, wurde teilweise in Paris komponiert. Seinen Freund und Biografen Miloš Šafránek ließ er wissen, das Werk besitze »einen sehr privaten Charakter«, über den er sich jedoch ausschwieg. Das prominente Motiv in den Ecksätzen, das einen Ton mit kleiner Ober- und Untersekunde umspielt, taucht auch in Dvořáks Requiem auf. Da Martinů dieses Werk nach eigener Aussage jedoch nicht kannte, dürfte es sich um einen Anklang an das gleiche Motiv in der Asrael-Symphonie seines zeitweiligen Lehrers Josef Suk von 1906 handeln.

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