1. Kammerkonzert
Foto: Kiran West

1. Kammerkonzert

Zwölf Solisten aus dem Orchester

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal
Do, 28.09.2023 19:30 Uhr

1. Kammerkonzert

Das Kammerkonzert-Abonnement

»Götterwert und Wörterglück« – Spielzeit-Essay von Alexander Meier-Dörzenbach.

Satoko Koike Violine

Daniela Frank-Muntean Viola

Theresia Rosendorfer Violoncello

Rafael da Cunha Kontrabass

Susanne Barner Flöte

Marc Renner Oboe

Elmar Hönig Klarinette

Christian Ganzhorn Fagott

Péter Gulyka Horn

Lucie Krysatis Horn

Johannes Bartmann Trompete

Patricia Ramírez-Gastón Klavier

Alexander Zemlinsky Humoreske (Rondo)

August Klughardt Bläserquintett C-Dur op. 79

Bohuslav Martinů Auszüge aus „La Revue de Cuisine. Ballet pour six instruments“

Franz Berwald Septett B-Dur

Mit einer neuen Kammerkonzert-Saison 2023/2024 präsentieren Musiker:innen des renommierten Residenzorchesters der Laeiszhalle insgesamt acht Kammerkonzerte im klanglich und atmosphärisch perfekt passenden Kleinen Saal der Laeiszhalle. Den Auftakt macht das 1. Kammerkonzert am 28. September 2023: Selten gehörte und inspirierende Preziosen der Kammermusik aus verschiedenen Ländern, entwickelt von zwölf Musiker:innen des Orchesters, versprechen einen vielseitigen Abend mit unverbrauchten Klangerlebnissen.
 
Das Programm des Abends wird mit der anmutigen »Humoreske (Rondo)« von Alexander Zemlinsky eröffnet. Trotz des heiteren Charakters entstand das Werk unter schwierigen Bedingungen. Schönberg-Lehrer Zemlinsky musste 1938 als jüdischer Künstler in die USA fliehen und verstarb 1942 in Armut und Vergessenheit. Die »Humoreske«, ein didaktisches Auftragswerk für Bläserquintett, war sein letztes Instrumentalstück und ein humorvolles Rondo als Abschied an die Welt.

August Klughardt, Musikdirektor am Hoftheater Weimar, war Liszt-Freund und kompositorisch angeregt von dessen harmonischer Erweiterung. Wir hören von ihm sein letztes Kammermusikwerk, das Bläserquintett C-Dur op. 79, eine kunstvolle Synthese aus pastoraler Idylle, spätromantischer Klangfarbenmusik und Wagner-Harmonik.

Bohuslav Martinů wurde gelegentlich »der böhmische Mozart« genannt, was nicht zuletzt mit der Vielfalt seines kammermusikalischen Schaffens zusammenhängt. In seinen wundervollen Streichquartetten, aber auch im Ballett »La Revue de Cuisine« gipfelt die tschechische Kammermusik des Jahrhunderts. Die nötige Portion Ironie, eine Prise »Savoir-vivre« und viel Zeitgeist der Zwanziger sind in diesem originellen Werk für sechs Instrumente zu einem französischen Gericht »zusammengerührt«.

Den Abschluss bildet das Septett B-Dur des schwedischen Komponisten Franz Berwald. Musikalisch spricht Berwald »eine Sprache von unbezweifelbarer Originalität« (Robert Layton). In der Verbindung klassischer Melodik, romantischer Modulationen und bemerkenswerter Formexperimente knüpft er an Beethovens Meisterwerk der Gattung von 1799 an.

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